Goldkapsel – die Kr?nung fruchts??er Herrlichkeit?

16. Oktober 2020

Das Weingut Fritz Haag ist zweifellos eine der gr??ten Hausnummern an der Mosel und ein Aush?ngeschild von internationaler Bedeutung. Die Auslesen mit Goldkapsel zeigen im allgemeinen eine au?ergew?hnliche Konzentration und Dichte, ob sie allerdings per se interessanter sind als jene ohne Edelbanderole, muss jeder f?r sich entscheiden. Wie sich die Goldkapsel-Weine nun nach einiger Reifezeit zeigen, wurde in einem Vergleich der Jahrg?nge 2007 bis 2010 getestet:

Fritz Haag, Mosel, Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Auslese GK 2010
Nadelwald, gelbes Trockenobst, fast cremig, ausgepr?gtes S??e-S?ure-Spiel, gute L?nge, 94 Punkte

Fritz Haag, Mosel, Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Auslese GK 2009
wirkt ?berraschenderweise schlanker, Aprikose und etwas Marzipan, merkliche Botrytis, 93 Punkte

Fritz Haag, Mosel, Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Auslese GK 2008
feine Rauchnote, rote Johannisbeere, ein wenig Akazienhonig und sehr dezente Grapefruitbitternote, verbindet Tiefe, Schlankheit und Pr?zision, 95 Punkte

Fritz Haag, Mosel, Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Auslese GK 2007
reife Banane, Karamell, Bl?tent?ne, wirkt ?lig, ohne ausgepr?gtes S?uregegengewicht, 92 Punkte

Riesling mit Renommee

27. September 2020

F?nf au?ergew?hnliche Rieslinge aus f?nf deutschen Weinbauregionen der gereiften Jahrg?nge 2002 bis 2005 versprachen einen Abend besonderen Genusses, der es dann auch wurde. Die Vielfalt und Reifef?higkeit der K?nigin der deutschen Wei?weinreben zeigte sich meist sehr eindrucksvoll:

Van Volxem, Saar, Riesling Scharzhofberger P. 2005
wei?er Pfirsich, dezente Honignote, wunderbar cremig, dabei straff und druckvoll mit feiner Mineralit?t und W?rze bei leichter Rests??e, 96 Punkte

Emrich-Sch?nleber, Nahe, Riesling Monzinger Fr?hlingspl?tzchen 1. Gew?chs 2005
bl?tent?nig, Blaubeere, ein Hauch gr?ner Spargel, etwas Grapefruit, Filigranit?t mit langer Dauer, 96 Punkte

K?hling-Gillot, Rheinhessen, Riesling Rothenberg Wurzelecht 2004
gelbfruchtig, Brennnessel, in der Nase Honig, feine Mineralit?t, ohne ausgepr?gte Expressivit?t, 91 Punkte

Georg Breuer, Rheingau, Riesling Nonnenberg Monopol 2002
wirkt jugendlich, wei?fruchtig, etwas Grapefruit, grasig-kr?utrige Noten, auch etwas Apfel, mit ganz dezenter Bitternote, 92 Punkte

Dr. B?rklin-Wolf, Pfalz, Riesling Gaisb?hl 2002
unvermutet weit in der Reife (schlechter Korken?), D?rrpflaume, Kakao, Bratapfel, Karamell bei gleichzeitig hoher S?ure, 89 Punkte

Wei?burgunder 2009 – eine Stichprobe

20. September 2020

Wei?burgunder ist unter den deutschen Wei?weinen neben dem Riesling l?ngst zu einer Marke geworden und bringt in verschiedenen Anbaugebieten sehr gute bis hervorragende Ergebnisse hervor. So waren jedenfalls auch die Erwartungen bei einer kleinen und feinen Verkostung dreier Vertreter aus Baden, der Pfalz und von der Nahe aus dem allseits gesch?tzten Jahrgang 2009 sehr hoch. Ob zu Recht?

Karl H. Johner, Baden, Wei?er Burgunder „SJ“ 2009
ger?stetes Brot, Bl?tent?ne, Birne, sp?ter Apfel, auch etwas braune Butter, sehr schlank und frisch mit feinem Schmelz und einer leichten, erfrischenden Bitternote im Abgang, 92 Punkte

Weingut Bergdolt, Pfalz, Wei?burgunder Mandelberg GG 2009
teilweise expressive Fruchtnoten nach Litschi, gelben Kirschen, wei?en Johannisbeeren, allm?hlich auch mit Apfelaromen, zeigt sich aber eher unrund im Abgang, 90 Punkte

Weingut Hermann D?nnhoff, Nahe, Wei?burgunder „S“ 2009
Nadelbaumterpene, reife, gelbe Fr?chte, Weinbergpfirsich, etwas Mandarine und sogar dezente Kaffeearomen, leichte Rauchnote, mineralisch, dicht, elegant, geschliffen und harmonisch, 94 Punkte