Volltreffer Riesling 2008

19. April 2020

Nicht zum ersten Mal hat sich der 2008er Riesling Wachstum Bodenstein vom Wachauer Weingut Prager als ?berragender Vertreter seiner Art erwiesen und vor allem eine ?berraschende Jugendlichkeit gezeigt. Diesmal hatte er zwei weitere 2008er Rieslinge aus Deutschland zur Seite gestellt bekommen, die sich keinesfalls verstecken mussten.

K?hling-Gillot, Rheinhessen, Riesling ?lberg GG 2008
wei?er Pfirsich, Karamell und ein Hauch mediterrane Kr?uter, Melone und etwas Grapefruitbittere, rauchig-mineralisch, dicht gewebte, seidige und cremige Eleganz, 95 Punkte

Bassermann-Jordan, Pfalz, Riesling Pechstein GG 2008
Exotik, etwas Litschi, gelbfruchtig, reife Birne, braune Butter, etwas dropsige W?rze, etwas Honig, schlank bei allem Extrakt, 93 Punkte

Prager, Wachau, Riesling Wachstum Bodenstein Smaragd 2008
gr?ner Apfel, wei?e Johannisbeere, Flieder, dann Stachelbeere; mineralische wachauer F?lle, dabei sehr schlank und absolut stimmig, 96 Punkte

Was zu beweisen war: Lemberger kann’s

29. März 2020

Kann Lemberger aus W?rttemberg so schmecken wie ein Burgenl?nder Blaufr?nkisch? Gleiche Rebsorte, unterschiedliche Namen und Herkunft, vergleichbar in puncto Kraft und Eleganz? Das sollte Helmuth Hirth dem Weinh?ndler Heiner Lobenberg beweisen, der den W?rttemberger Blaufr?nkisch aus dem Jahr 2011 daf?r ins Programm nahm. Entsprechend dieser Qualit?tswette nannte sich der Wein dann auch Quod erat demonstrandum.
Tats?chlich ist Hirth dieser Wein sehr gut gelungen. Das zeigte er dann auch im Vergleich mit einem Blaufr?nkisch, der auf den H?ngen des Leithaberges gedieh.

Weingut Hirth, W?rttemberg, Blaufr?nkisch Quod erat demonstrandum 2011
Brombeere, etwas Pflaumenmus und Lakritz, feine Mohnnote, dabei buttrig mit sch?nen R?staromen und etwas Kr?utern, sehr geschliffen wirkend mit einer kr?ftigen und gut eingebundenen S?ure, 92 Punkte

Prieler, Burgenland, Blaufr?nkisch Leithaberg 2009
kr?ftige R?staromen, Graphit, sch?ne W?rze, etwas wild, druckvoll, leichter Bitterton im Abgang, 90 Punkte

Was von der ProWein ?brig blieb – ein Nachmittag im Freien

17. März 2020

Zugegeben, eine Probe mit gerade mal einer Handvoll Winzern ist kaum ein Ersatz f?r die weltgr??te Weinmesse, die dem Virus zum Opfer fiel. Und daf?r aus dem S?den Deutschlands anzureisen, liegt, vor allem in Zeiten der sich t?glich vergr??ernden Krise, nicht unbedingt auf der Hand. Dennoch war es der H?hepunkt eines gelungenen Wochenendes, zumal der Veranstalter Concept Riesling neben dem lohnenden Angebot der angereisten Winzer auf dem D?sseldorfer Carlsplatz noch einige Sch?tzchen im Angebot hatte, die jeder Erw?hnung wert sind. Vor Ort waren u.a. das Weingut Korrell von der Nahe mit einem formidablen Riesling Kreuznacher Paradies 2013 (91 Punkte) und Sch?tzel aus Nierstein/Rheinhessen mit einem Riesling Kabinett 2018 (91 Punkte) und dem Niersteiner Riesling aus Ersten Lagen 2018 (90+ Punkte). Das w?rttembergische Weingut Schwegler gl?nzte bei den Wei?en mit dem 2018er Chardonnay (90+ Punkte) und bei den Rotweinen mit einem Pinot Noir 2017 (91+ Punkte), dem 2016er Saphir (92 Punkte) sowie dem ausgezeichneten Granat 2016 (94+Punkte).

Desweiteren wurde folgende Sch?tze probiert:

Franz Hirtzberger, Wachau, Riesling Smaragd Singerriedel 2000
Aprikose, Mandarine, braune Butter, etwas Minze, Karamell, Brioche, sch?ne Reife und Pr?senz, 95 Punkte

Markus Molitor, Mosel, Riesling Saarburger Rausch Auslese** (wei?e Kapsel) 2012
wei?e Johannisbeere, Schiefer und Steinobst, mineralisch, kompakte und elegante S?ure, gro?er Nachhall, 93+ Punkte