Gigondas formidable

24. Januar 2025

Nicht ganz so legend?r wie die Weine aus dem Ch?teauneuf-du-Pape sind die ebenfalls in der Region der s?dlichen Rh?ne beheimateten Erzeugnisse der Appellation Gigondas. Und dennoch gibt es keinen Grund, den dort beheimateten Weinen weniger Aufmerksamkeit zu schenken, herrschen doch ?hnlich g?nstige Bedingungen vor. Grenache spielt dort ebenso die Hauptrolle, mit einigem Abstand folgen Syrah und Mourv?dre. Dass die Rotweine ?ber viel Kraft und gleichzeitig Eleganz verf?gen k?nnen, bewiesen nun zwei formidable Exemplare aus dem Top-Segment, die dazu noch aus dem gleichen „Stall“ stammen und sich in bestem Trinkalter befanden:

Famille Perrin, Gigondas L’Argn?e Vieilles Vignes 2012
s??e Beerenfrucht, Blaubeere, etwas Pflaume, dunkle W?rze, fleischig, gute Konzentration und sehr elegante, feine S?ure, 94 Punkte

Famille Perrin, Gigondas Domaine du Clos des Tourelles 2012
dunkle Beerenfr?chte, speckig, nasser Rauch, etwas Balsaholz, maskulin, zwar weniger geschliffen, aber daf?r ?beraus komplex und dicht, 95 Punkte

Kaum zu glauben: Trollinger mit gro?en Ambitionen

12. Januar 2025

Normalerweise wird die W?rttemberger Traditionsrebsorte von der Weinkritik nicht wirklich ernst genommen, und wenn man ehrlich ist, gibt es f?r das Gegenteil auch nur ?u?erst wenige Anl?sse. Zwei davon wurden k?rzlich verkostet und diese Beispiele haben mit den blass-r?tlichen und oft genug leicht s??lichen Leichtgewichten, die immer noch den Ruf dieser Rotweinsorte pr?gen, nichts gemein:

Hirsch, W?rttemberg, Trollinger GT Gro?es Geweih 2015
dunkelbeerig, animalisch mit ausgepr?gter W?rze, erinnert etwas an gr?ne Rindenschicht, ?berraschend gute Konzentration und L?nge, 90 Punkte

Rux, W?rttemberg, Trollinger Nimbus Cannstatter Zuckerle 2015
Kirsche, Hagebutte, Mandelaroma und v.a. Nelke, ganz leicht gr?ne Noten, herb, wild und w?rzig, guter Trinkfluss, 89 Punkte

Gut abgehangen: Cabernets aus aller Welt

24. Dezember 2024

14 Jahrg?nge umfasst die Spanne der hochwertigen Cabernet Sauvignons, die sich vor kurzem einem spannenden Vergleich stellten. Spannend, weil die sechs verkosteten Weine aus f?nf L?ndern und vier Kontinenten stammten. Nicht allen hat das Alter gut getan, interessant war die Probe aber allemal:

Rustenberg, Stellenbosch-S?dafrika, Peter Barlow 2007
Pflaumenmus, Tabak, Ankl?nge an Eukalyptus und Kokos, druckvoll, zupackend, lang, gute Balance, 95 Punkte

Ch?teau Duhart-Milon-Rothschild, Bordeaux-USA, 4?me Cru Class? 1996
R?staromen, dunkelbeerig, ledrig-animalisch, gute Konzentration, 93 Punkte

Felsina, Toskana-Italien, Maestro Raro 1998
Holunder, rotbeerig, mediterrane Kr?uter, blutig, maskulin, leicht buttrig, lebhafte S?ure, 95 Punkte

Fox Creek, Mc Laren Vale – Australien, Reserve Cabernet Sauvignon 1998
sch?ne F?lle, ledrig und kr?utrig, aber auch schon merkliche Reifet?ne, 91 Punkte

Carobbio, Toskana-Italien, Pietraforte 1995
Zwetschge, Kakao, Tabak, auch etwas Liebst?ckel, Dichte, 92 Punkte

Gallo, Sonoma-USA, Estate Cabernet Sauvignon 1994
s??liche Noten, Pflaume, Kakao, f?llig, aber eher vordergr?ndig, wirkt recht reif, 91 Punkte