Kracher statt B?ller

1. Januar 2011

Zu Silvester braucht es einfach guten Wein. Shiraz der Top-Klasse war es dieses Jahr, perfekt zum Gegrillten, davor einen Br?ndlmayer Chardonnay und zum ?sterreichischen Finale mit Palatschinke einen echten Kracher. Nicht den einzigen des Abends, aber einen, der seinen Namen auch auf dem Etikett tragen darf. Ansonsten ging es aber absolut international zu:

  • Br?ndlmayer, ?sterreich, Chardonnay 2007
    filigran, dezentes Holz, anhaltend, reife Marillen, gr?ner Apfel, Zitrus, 90 Punkte
  • Tenimenti Luigi d’Alessandro, Il Bosco, 1998
    erdig, etwas Birne, rauchige Noten, nicht harmonisch, 88 Punkte
  • Tardieu Laurent, Hermitage 2002
    sehr dicht und w?rzig, Karamell, getrocknetes Obst, v.a. Datteln, dunkle Fr?chte, Zimt, gute Balance,
    92 Punkte
  • Peter Lehmann, Australien, Stonewell Shiraz 1996
    Brombeer, schwarzer Tee, Mandel, Cassis, Fruchtgummi, Schokolade, Lakritz, Zimt, Karamell, medizinal, typ. Down Under, 91 Punkte

P?nktlich zum Jahreswechsel gab es einen Grand Cru Jahrgangschampagner aus dem Hause Mailly (2000 Le Feu) mit starken Honignoten, der aber nicht restlos ?berzeugte. Zum Abschluss dann besagten Kracher (Weinlaubenhof Kracher, Nouvelle Vague Nr. 2 Chardonnay Trockenbeerenauslese 2002), der in gewohnter Top-Qualit?t ein echter H?hepunkt war.

Advent, Advent, 3 Weinlein schl?rfen

18. Dezember 2010

Kerzen brennen anderswo. Besinnung geht auch so:

  • Dominio de Berzal, Rioja, Seleccion Privada 2006
    Sauerkirsch, Nougat, etwas Lakritz, die gr?ne Holznote zu Beginn verschwindet, ausgewogen, festes Tanninger?st, 91 Punkte
  • Heinrich, Gabarinza, ?sterreich-Burgenland, 2008
    Cuvée aus 50% Zweigelt, 30% Blaufr?nkisch und 20% Merlot. Walderdbeere, Kirsch, Wacholdergr?n, Sardelle(?), geschliffen, glatter Abgang, k?nnte nachhaltiger sein, 89 Punkte
  • Huber, Baden, Sp?tburgunder „R“ Malterdinger Bienenberg 2006
    Pflaumenkompott, Walderdbeere, Schlehe, Karamell, Orange, Thymian,  gem?sige Note, rauchig, dicht und kraftvoll, 93 Punkte

Klassiker, die ?berzeugen: Barolo und Meursault

4. Dezember 2010

Zweifel gab es immer wieder. Ein Barolo mit gro?em Namen ist eben nicht automatisch gut. Umso sch?ner, dass es auch gelungene Beispiele gibt: Der Barolo von Corino aus 2003 ist einer, der wieder vers?hnlich stimmt, auch weil er bei seiner Klasse nicht einmal besonders teuer ist.

  • Corino, Barolo 2003
    Schokolade, Brombeere, dunkle Beerenfr?chte, etwas Lakritz, leichte S??e, saftig, festes S?ureger?st, das den Abgang dominiert, 92 Punkte

Ebenfalls zu den exklusiveren Trinkerlebnissen  z?hlen die Chardonnays aus den weltbekannten Appellationen des Burgunds, wie beispielsweise dem Meursault. Was Feinheit bedeutet, kann man von folgendem Vertreter lernen:

  • Vincent Girardin, Meursault Les Genevričres, Premier Cru 2007
    Grapefruit, Apfel, Akazienhonig, kernig, dezentes Holz, etwas grasig und streng in der zweiten H?lfte, dennoch harmonisch, viel Potenzial, 92+ Punkte