Ribera del Duero 1995 zum Zweiten

1. November 2015

Nach langen Jahren des Schattendaseins ist das spanische Anbaugebiet Ribera del Duero l?ngst aus dem Dornr?schenschlaf erwacht, und das nicht nur wegen der weltweit bekannten Kultweine wie Vega Sicilias Unico oder dem Pingus. Auch wenn sich die Rebfl?che permanent vergr??ert hat, sind die wahren Sch?tze immer noch solche Rotweine, die von alten Reben mit niedrigen Ertr?gen stammen und so gehaltvoll wie elegant aus der Flasche kommen. Auch nach zwei Dekaden, wie bereits die letztj?hrige Verkostung dieses Jahrgangs zeigte.

Bodegas Federico Fernandez Perez, „Federico“ Reserva 1995
rotfruchtig, malzig, Lakritz, etwas Brennessel und Kakao, feine S?ure, dabei sehr straight, eher leicht-mittelgewichtig und ohne gr??eren Nachdruck, 89 Punkte

Bodegas Cillar de Silos, Reserva 1995
Zwetschge, Ledernoten, etwas Zedernholz und Nelke, k?rperreicher, gut ausbalanciert, 90 Punkte

Bodegas Alejandro Fernandez, „Tinto Pesquera“ Reserva 1995
intensive R?staromen, Zwetschgenmus, abgerundet durch ein dezentes Minzaroma, sehr gute Harmonie von F?lle und wohldosierter S?ure, sch?ne L?nge, 92 Punkte

Bodega Matarromera, Reserva 1995
erst Marzipan und Rahm, dann rote Paprika und schlie?lich Kakao und etwas Jod. Hat bei aller Reife noch viel Dichte und L?nge, 93 Punkte

Neulich beim Italiener

19. Oktober 2015

So in etwa hat es sich zugetragen:

Gaja / Ca’Marcanda, „Magari“ 2011
Schokolade, Pflaumenmus, Walderdbeere, kr?ftige Wacholdernote, etwas Liebst?ckel, kernig-maskulin, dabei stimmig, 91 Punkte

Fattoria Le Pupille, „Saffredi“ 2010
Kakao, beerenfruchtig, Kirsche, stoffig-samtig, geschliffene Tannine, extrakts??, ohne gro?e L?nge, 90 Punkte

Azienda Agricola Poliziano, Vino Nobile di Montepulciano „Asinone“ 2011
kr?utrig, Leder, Veilchen, etwas Rauch, gro?e Dichte, leichtf??ig trotz gro?er Kraft, hervorragend eingebundene 15% Alkohol, sehr lang, 94 Punkte

Fattoria San Giusto a Rentennano, „Percarlo“ 2008
reife Anmutung, etwas oxidativ, zupackende Tannine, bl?tenpollig, Aromen von w?rzigem Honig, old-fashioned, fordernd, komplex, braucht langen Anlauf, gewinnt immer mehr an Harmonie, im Abgang etwas spr?de, 91 Punkte

Gaja / Pieve Santa Restituta Brunello di Montalcino „Sugarille“ 2010
Buttergeb?ck, schwarzer Tee, Heidelbeere, ein Hauch Rote Bete, gelungene Frucht-Tannin-Architektur, etwas vordergr?ndig, 91 Punkte

Marchesi Antinori, „Solaia“ 2011
auch in dieser Probe zeigt der teuerste Wein ein schlichtes Gem?t: Grapefruit, Marmelade, gute Tannine, das war’s, 88 Punkte

Castello dei Rampolla, „d’Alceo“ 2008
Kakaobohne, elegante Zimtnote, gro?e Dichte und druckvoll bis zum Finale, fein austariert, 92 Punkte

Tenuta dell’Ornellaia, „Ornellaia“ 2012
rotbeerig, Herzkirsche, etwas Rosmarin, viel Extrakt, feine S?ure, Dichte und L?nge, 92 Punkte

VDP.W?rttemberg hat das Burgenland zu Gast

15. September 2015

Zur Jahrgangspr?sentation des VDP.W?rttemberg in der Alten Reithalle in Stuttgart waren diesmal neben den regionalen Vertretern die Renommierten Weing?ter Burgenland geladen. So kamen die Besucher naturgem?? vor allem bei den Rotweinen auf ihre Kosten. Spannend war dabei nat?rlich der Vergleich des heimischen Lemberger mit dem ?sterreichischen Blaufr?nkisch. Zwei Namen f?r dieselbe Rebsorte, aber eine Vielzahl unterschiedlicher Stilistiken, die die Vielschichtigkeit dieser Rotweinspezialit?t eindrucksvoll unterstrich. Mit bis zu acht Weinen stellten die Winzer einen Querschnitt ihres Schaffens vor – darunter oft auch sehr bemerkenswerte rote Cuvées. Schade war nur, dass einige bekannte Winzerbetriebe aus dem Osten ?sterreichs gefehlt haben.

Eine wie immer subjektive Auswahl der interessantesten Weine:

Burgenland

Ernst Triebaumer, Blaufr?nkisch „Mariental“ 2012 – 94 Punkte
Gesellmann, „G“ 2011 – 93+
Gesellmann, Blaufr?nkisch „hochberc“ 2012 – 93
Ernst Triebaumer, Blaufr?nkisch „Mariental“ 2011 – 92
Feiler-Artinger, „1000x“ Cabernet-Merlot 2011 – 91+
Feiler-Artinger, „Solitaire“ 2012 – 91
Paul Kerschbaum, Cuvée Kerschbaum 2011 – 91
Gesellmann, Blaufr?nkisch „hochberc“ 2009 – 91

W?rttemberg

Karl Haidle, Stettener M?nchberg Lemberger GG 2013 – 94 Punkte
Graf Adelmann, „Der schwarze L?we“ Lemberger GG 2012 – 93+
Weingut des Grafen Neipperg, Schwaigerner Ruthe Lemberger GG 2013 – 92+
Karl Haidle, „Ypsilon“ 2013 – 92
Karl Haidle, Stettener M?nchberg Lemberger GG 2007 – 92
Rainer Schnaitmann, Fellbacher L?mmler Lemberger GG 2013 – 91+
Weingut des Grafen Neipperg, Neipperger Schlossberg Lemberger GG 2013 – 91+
Rainer Schnaitmann, Fellbacher L?mmler Sp?tburgunder GG 2013 – 91
Aldinger, Merlot Gro?e Reserve 2013 – 91
Dautel, Cleebronner Michaelsberg Lemberger GG 2012 – 91
J?rgen Ellwanger, Hebsacker Lichtenberg Lemberger GG 2013 – 91
Schlossgut Hohenbeilstein, Hohenbeilsteiner Schlosswengert Lemberger GG 2012 – 91
Herzog von W?rttemberg, Mundelsheimer K?sberg Sp?tburgunder GG 2012 – 91