Im Wei?burgunderhimmel

24. August 2015

Diesmal auf der Agenda: drei exzellente Wei?burgunder aus dem hervorragenden Jahrgang 2007, die noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung sind. Darunter auch eine echte Rarit?t.

Huber, Baden, Malterdinger Bienenberg Wei?er Burgunder „R“ 2007
wei?er Pfirsich, Melone, etwas Karamell, nussig, feine R?staromen, mineralisch, insgesamt vom Holz gepr?gt, ohne dass dieses zu dominant w?re, 93 Punkte

Wittmann, Rheinhessen, Wei?er Burgunder „S“ 2007
Mirabelle, etwas Zitrus und Fichtennadeln, dezentes Karamell, ?berragende Frische, sehr filigran, t?nzelt auf der Zunge und besitzt gute L?nge, 94 Punkte

Sattlerhof, S?dsteiermark, Wei?burgunder Fassreserve Pfarrweingarten STK 2007
Nachdem die G?rung recht fr?h stoppte bewies man 3 Jahre Geduld bis es weiterging. Der Wein lag insgesamt 7 Jahre auf der Feinhefe im Fass. Das allerdings macht den au?ergew?hnlichen und mit Abstand teuersten der drei Weine nicht automatisch zum Besten in der Runde: reifer Apfel und Bratapfel, etwas rote Beerenfr?chte, champagnerhefig, leichte Rotweintraubenaromatik, kr?ftige S?ure, dabei leicht dropsig, insgesamt extraktreich und au?erordentlich vielschichtig, 93 Punkte

 

Traubensaft trotzt Trockenheit

22. Juli 2015

Um der derzeitigen gro?en D?rre wirkungsvoll zu begegnen, helfen nur noch gro?e Gesch?tze. Gro?e Gew?chse, zwar nur zwei an der Zahl, konnten wenigstens kurzfristig f?r etwas Erleichterung sorgen:

Geheimer Rat von Bassermann-Jordan, Pfalz, Riesling Hohenmorgen GG 2004
einerseits Karamell und braune Butter, andererseits Gr?ner Tee und Brennesselnoten, dazu Bl?tenpollen und etwas alte Holzkiste. Extraktreich mit feiner S?ure – kein Herzensbrecher, aber ein Charakterkopf. 90 Punkte

Georg Mosbacher, Pfalz, Riesling Freundst?ck GG 2005
harmonisch und druckvoll, Zitrus und dezente Honignote, wei?er Pfirsich und Flieder, Fichtennadeln, reifer Apfel, sch?ne Tiefe, 92 Punkte

Craft-Biere aus W?rttemberg

24. Juni 2015

Nicht nur die Weinwelt unterliegt Trends, auch beim Thema Bier besinnen sich die Erzeuger immer mehr auf Qualit?t und Charakter. Neue Produkte in meist kleiner Auflage, die sich durch einen individuellen Geschmack von oft uniformen Fernsehbieren abgrenzen, werden h?ufig als Craft-Biere bezeichnet. Viele der Brauereien experimentieren mit speziellen Malzkombinationen und Hefen um ungew?hnliche und eigenst?ndige Aromen zu schaffen – innerhalb des deutschen Reinheitsgebots, teilweise aber auch au?erhalb. Einige au?ergew?hnliche Craft-Biere aus W?rttemberg gab es k?rzlich zu verkosten.

„Heubacher Strong Ale“, Hirschbrauerei Heubach, 6,5%
das oberg?rige, dunkle Starkbier mit seiner Mahagonifarbe hat eine kr?utrig-malzige Note, ist samtig und schlank und hat eine feine Bittere im Abgang, 87 Punkte

„Heubacher Chocolate Bock“, Hirschbrauerei Heubach, 7,0%
eine Bockbierspezialit?t, die 6 Wochen auf ganzen Kakaobohnen reifte. Filigran, mit Kakaonote, aber auch Heu und etwas Minze, 88 Punkte

„H?rkules“, Brauerei Clemens H?rle, Leutkirch, 7,5%
s?mtliche Zutaten stammen aus der Gemarkung Leutkirch;  Zitrus, Tee- und Karamellaromen, klare, frische und trinkanimierende Stilistik, 90 Punkte

„14“ Green Label, Hirsch-Brauerei Honer Wurmlingen, 7,5%
Bockbier aus drei verschiedenen Aromahopfen. Erinnert etwas an schweizer Kr?uterzucker, Waldmeister, auch Mandarine, eher d?nn, 87 Punkte

„13“ Silver Label, Hirsch-Brauerei Honer Wurmlingen, 9%
das flaschengereifte Weizenbock ?berzeugt durch seine Stoffigkeit bei gleichzeitiger Frische; feine Zitrus- und Aprikosennoten, 92 Punkte

„Ambrosius“ Abtei-Bier 2011, Alpirsbacher Klosterbr?u Glauner, 7,7%
weich im Antrunk, Blockmalz, feine Hopfennote, merkliche Bittere bei ordentlicher L?nge, 88 Punkte

„Alb-Bourbon“ 2013, Brauhaus Zollernalb Albstadt-Ebingen, 7,7%
ein 7 – 9 Monate in frisch entleerten Bourbonf?ssern gereifter Doppelbock an dem sich die Geister schieden. Deutliche Karamellt?ne, auch etwas gelbfruchtig, perlig-zitronig, dabei mit einer unerwarteten Kapernnote, 89 Punkte