Grauburgunder gibt’s auch noch

20. Juni 2021

Etwas im Schatten des Rieslings, aber auch von den Verwandten Chardonnay und Wei?burgunder, die vom Weinblogger ?fter mal kommentiert werden, ist der Grauburgunder durchaus eine gelegentliche Wiedervorlage wert. Hier drei gehobene Vertreter aus bestem Hause:

Salwey, Baden, Henkenberg Grauburgunder GG 2009
kr?ftig lachsfarben, Aprikose, buttrig, etwas Birne, Karamell und Butter, dezente W?rze, schlank, 91 Punkte

Karl H. Johner, Baden, Grauer Burgunder „SJ“ 2007
Ananas, Birne, wei?fruchtig, deutlich buttrige Note, etwas Rests??e, 91 Punkte

Emrich Sch?nleber, Nahe, Grauburgunder „R“ 2011
etwas rauchig, Brotkruste, intensive Apfelnote, leichte Bitter-Teenote, etwas Honig, samtig-weich bei guter S?urestruktur, 90 Punkte

2004er Cru Bourgeois

6. Juni 2021

Zwar steht der Jahrgang 2004 im Bordelais etwas im Schatten anderer, hochgepushter Jahrg?nge, die dann entsprechend teuer ausfallen, daf?r verspricht er aber klassische, langlebige und bezahlbare Weine. Cabernet-dominierte Cru Bourgeois‘ links der Gironde standen bei dieser Probe im Vordergrund – Weine, die sich gr??tenteils sehr sch?n entwickelt haben:

Château Les Ormes Sorbet, Medoc, Cru Bourgeois Superieur 2004
vollreife S??kirsche und herbe Aronia, Piment und ein Hauch Wacholder, w?rzig und gut balanciert, 92 Punkte

Château D’Arsac, Margaux, Cuvée Le Colombier, Cru Bourgeois 2004
Holunder, Zwetschge, Leder, stoffig, deutlich herb in der 2. H?lfte, 91 Punkte

Château Ségur de Cabanac, Saint Estèphe, Cru Bourgeois 2004
rotbeerig, Zigarrenkiste, kr?utrig, etwas Eukalyptus, dezent buttrig, druckvoll am Gaumen, 94 Punkte

Château D’Agassac, Haut-Médoc, Cru Bourgeois Superieur 2004
etwas balsamisch, malzige Note, erinnert ein wenig an Malt Whisky und gebrannte Mandeln, 86 Punkte

Château Charmail, Haut-Médoc, Cru Bourgeois Superieur 2004
Eukalyptus, Brombeere, Graphit, zupackend, fordernd, herber Abgang, 92 Punkte

W?rze mit W?rde – Italiens S?den zu Besuch

22. Mai 2021

Zwei Festlanditaliener aus dem S?den und zwei Insulaner leisteten dem Weinblogger k?rzlich hoch willkommene Gesellschaft und zeigten sich von ihrer besten Seite: Der eigenen Kraft und ihrem feurigen Temperament wohl bewusst, verspr?hten sie dabei einiges an Charme und verliehen dem Abend die richtige W?rze um in Erinnerung zu bleiben. Ein w?rdevoller Auftritt durch und durch.

Vigneti del Vulture, Basilikata, Piano del Cerro Aglianico del Vulture 2009
?ppige Heidelbeer- und Kaffeenoten, auch Kakaobohne und etwas blutig, gutes S?uregrundger?st, 91 Punkte

Agricola Punica, Sardinien, Barrua Isola Dei Nuraghi 2005
Lakritz, dunkelbeerig, intensive Kakao- und Mokkanoten, etwas gr?ne Walnussschale, dicht, saftig, animierend – auch durch ein ganz leichtes Bitterl am Schluss, sch?ne L?nge, 94 Punkte

Firriato, Sizilien, Camelot 2010
gr?ner Paprika, Liebst?ckel, blutig, erdig, anhaltende S??holzw?rzigkeit, unreife Walnuss, weich und kraftvoll, 91 Punkte

Conti Zecca, Salento, Nero 2004
Nusszopf und Kaffer?staromen, Karamell, aber auch etwas Erdbeere, Blaubeere und Berberitze, dabei mit kr?ftiger S?ure und Frische, 93 Punkte