24. September 2010
Eine Auswahl Gro?er Gew?chse aus dem formidablen Jahrgang 2009 gab es f?r Kunden der Weinhandlung Nicolay&Schartner in Stuttgart zu erleben und wie letztes Jahr hat sich die Pr?sentation auch diesmal wieder gelohnt. Zumal das Programm im Vergleich zum Vorjahr noch mal erweitert wurde. 11 Weing?ter haben vor allem ihre Top-Rieslinge aus 2009 vorgestellt und dazu teilweise noch einige ?ltere rote Spitzenweine. Das stilvolle Ambiente passte ausgezeichnet zu den Geschmackserlebnissen, von denen hier nur die lohnendsten kurz beleuchtet werden sollen:
- Weingut G. Aldinger Riesling Fellbacher L?mmler 2009
kernig, Substanz, L?nge, 91 Punkte
- Weingut G. Aldinger Sp?tburgunder Untert?rkheimer Gips 2005
gr?nes, aber nicht aufdringliches Holz, gute Balance, 90 Punkte
- Weingut A. Christmann, K?nigsbacher Idig 2009
Kalkmergel sorgt f?r ausgepr?gte Mineralik, die einen grazilen Wein nicht schwer macht, sondern unterst?tzt, 92-93 Punkte
- Weingut Huber, Baden, Grauer Burgunder Bienenberg 2009
kr?ftige, mineralische Nase, am Gaumen druckvoll, anhaltend, 94 Punkte
- Weingut Huber, Sp?tburgunder Bienenberg GG 2007
kr?uter-honig-fruchtige Nase, k?rperreich, 92 Punkte
- Weingut Georg Mosbacher, Riesling Forster Ungeheuer 2009
Buntsandstein, Ananas, Pfirsich, Apfel, 91 Punkte
- Weingut Schnaitmann, Riesling Fellbacher L?mmler 2009
stahlig, L?nge, 92 Punkte
- Weingut Schnaitmann, Simonroth MC (Merlot / Cabernet Franc) 2005
?hnelt tats?chlich einem sehr ordentlichen Bordeaux, 92 Punkte
- Weingut Wagner-Stempel, Riesling Siefersheimer Heerkretz 2009
dezente Fruchtbombe, 92 Punkte
- Weingut Wittmann, Riesling Kirchspiel 2009
kernig, Dauer, 93 Punkte
- Weingut Wittmann, Riesling Morstein 2009
mehr Rests??e, feingliedrig, ausgeglichen 92+
- Weingut W?hrwag, Riesling Dezemberlese 2009
etwas Botrytis, fein, druckvoll und leicht zugleich, 93 -94 Punkte
- Weingut W?hrwag, Cuvée X (Merlot/ Cabernet Sauvignon) 2005
wirkt jugendlich, etwas wild, kraftvoll, 90 Punkte
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8. September 2010
Hier kann noch so mancher Einheimische seine ?berraschung erleben. Glaubt man doch, man kenne seine Heimatstadt ziemlich gut und dann ist man auf einmal ganz weit weg von der vertrauten urbanen Umgebung. Nicht von den Weingenusslokalit?ten soll hier die Rede sein, sondern von einem bestimmten Abschnitt des Weinwanderwegs, der sich durch die Peripherie Stuttgarts zieht. Am ?stlichen Rand, vom lauten, vielbefahrenen und industriedominierten Neckartal weg, windet sich der Weg auf die Rebh?nge ?ber ein erstaunlich stilles und d?rfliches Seitental. Mit Blick auf die gegen?berliegenden W?lder und den Fernsehturm. Auf Stadtteile abseits der gro?en Magistralen, die ihren l?ndlichen Charme behalten haben. Entlang wundersch?ner Bauerng?rten und Streuobstwiesen. Bis hinauf auf die exklusive H?hensiedlung Frauenkopf, die viel Eleganz statt Protz bietet und mit einer unvergleichlichen Lage punkten kann.
Auf insgesamt 16 km lassen sich die beiden Abschnitte Hedelfingen und Rohracker erwandern und bieten teils atemberaubende Ausblicke in das Neckartal bis auf die Schw?bische Alb und in die Stadt hinein. Und dabei kann es einem passieren, dass man fast stundenlang keiner Menschenseele begegnet au?er vielleicht dem einen oder anderen Gartenbesitzer und Wengerter, der seine Reben pflegt.
Leider hat es diesmal nicht gereicht, den Wein, der an diesen H?ngen w?chst, zu probieren, aber das l?sst sich sicher nachholen. Zwar sind diese Weine selbst in
Stuttgart eher unbekannt (im Gegensatz zu den Untert?rkheimer und Cannstatter Kollegen auf der Neckarseite) und au?er in den Genossenschaften fast nur noch in der einen oder anderen Gastst?tte zu bekommen, aber das sollte das Erlebnis nur um so exklusiver machen.
In welcher Weinstube man ?brigens diese Tropfen verk?stigen kann, teilen einem immer wieder Schilder mit, die an den entsprechenden Rebzeilen angebracht sind. Oft findet sich darauf eine kleine Speisekarte. Auch das ein neuer Erkenntnisgewinn: wie
erstaunlich g?nstig man innerhalb der Landeshauptstadt so wunderbare Gerichte wie Rostbraten oder Maultaschen mit Kartoffelsalat essen kann, wenn man nur das Stadtzentrum in Richtung der Weinberge verl?sst…
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14. August 2010

Mal wieder eine Probe der Superlative. Zehn Weine aus den Jahren 1991 bis 1995 – neun weltber?hmte Bordeaux und ein Kalifornier – durften verglichen werden. Diesmal waren es wirklich die gro?en Namen, die am Ende die Nase vorn hatten und die G?ste schw?rmen lie?en. Gl?cklich, wer solche Weine damals zu vergleichsweise sehr g?nstigen Preisen kaufen konnte und noch im Keller liegen hat. Doch der Reihe nach:
- Chateaux Poujeaux 1992
kr?utrig, Anis, angenehme R?staromen, eher d?nn am Gaumen und recht kurzer Abgang, 88 Punkte
- Chateaux Fieuzal 1992
etwas f?lliger, Schokonote, gr?n, kr?utrig (Schafgarbe),
89 Punkte
- Chateaux La Dominique 1993
gem?sig, Leder, wild, gr?n im Abgang, 88 Punkte
- Chateaux Ducru Beaucaillou 1995
gute Harmonie, geschliffen, etwas Marzipan, leichte, aber passende Animalik, 91+ Punkte
- Chateaux Canon La Gaffelière 1995
dicht, Schmelz, sch?ne R?staromen, Sauerkirsch, Karamell,
92 Punkte
- Chateaux Palmer 1994
dicht, geschliffen, Eukalyptus, Haselnuss, etwas gr?n, wirkt jugendlich, lang anhaltend, 93 Punkte
- Chateaux La Mondotte 1995
stark kr?utrig, Kirsche, frisch, 89 Punkte
- Chateaux Latour 1995
saftig, fleischig, Brombeere, S??kirsche, Trockenfr?chte, viel L?nge, 95 Punkte
- Chateaux Mouton Rothschild 1995
Zimt, rotkirschig, ein Hauch von Curry, kr?utrig im Abgang,
94 Punkte
- Dominus, Napa Valley 1991
starker S??eeindruck, recht glatt, Lorbeer, Heidelbeere,
91 Punkte
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