10. Juni 2011
Manchmal lohnt es sich, 10 Jahre zu warten. Ob es sich um den richtigen Zeitpunkt handelt oder schon zu sp?t ist, dar?ber kann man vorab nur spekulieren. Zwar darf man bei Weinen in der 15-Euro-Preisklasse schon einiges erwarten, aber es gibt da auch genug Kandidaten, mit denen man einige Jahre fr?her deutlich mehr Spa? gehabt h?tte. Nicht unbedingt bei diesen beiden:
- Capafons-Osso, Masia Esplanes, Mont Sant, Spanien 2001 (Cab. Sauvignon, Merlot, Grenache, Syrah)
gerade noch sehr gut, tintig, samtig, kr?utrig, Kirsche, seidige Tannine und kr?ftige S?ure, 90 Punkte
- Fattoria di Basciano, I Pini, Toskana, Italien 2001 (Cab. Sauvignon, Sangiovese, Syrah)
auf dem H?hepunkt, sehr w?rzig und erdig, Lakritz, Kaffee, leicht gem?sig, 90 Punkte
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23. Mai 2011
Echte Weinliebhaber schlie?en nicht vom Etikett auf die Weinqualit?t. Das ist auch gut so. Die 2003 Morillon Reserve von Sabathi w?re sonst kaum ernstzunehmen. Aber da ist ja noch der Preis, der aufhorchen l?sst. Und nat?rlich der Name des Weinguts, das sehr wohl f?r hochwertige Weine steht und weit ?ber die Steiermark hinaus zu Ruhm gekommen ist. Die mittlerweile ?brigens sehr ansprechenden Etiketten passen da auch ganz gut dazu. Im schwierigen Hitzejahr 2003 allerdings ist der Morillon, der anderswo Chardonnay hie?e, aber nicht rundum gelungen: Stark vom Barrique dominiert, mit Vanille und etwas Bananenaromatik ist er eher flach und langweilig (88 P.)
Anders dagegen das Gro?e Gew?chs Wei?burgunder, Mandelberg, 2006 von Dr. Wehrheim aus der Pfalz: getrocknete Aprikose, Holunder, Zitrus, Brennnessel, feinnervig, w?rzig, viel Extrakt, etwas dropsig – 92 Punkte f?r den Inhalt der Flasche.
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9. Mai 2011
Ein Gastbeitrag von Matthias Schwerdtle
Es ist in der Zwischenzeit schon eine lieb gewordene Tradition: jedes Jahr um die Osterzeit findet das Finale zur „Schwieberdinger L.E.-Rotweintrophy?“ statt.
Und wie in jedem Jahr wurden s?mtliche Weine der Endrunde, die allesamt f?r unter 10 ?uro noch erh?ltlich sein m?ssen, vorher auf Herz und Nieren untersucht, mit dem Ergebnis, dass sich der Jury ein homogenes und hochklassiges Teilnehmerfeld pr?sentierte. Die h?chste Durchschnittsbenotung erreichte dieses Mal die 2006er Crianza von den Bodegas La Emperatriz – der erste Trophy-Sieg eines europ?ischen Weines seit 4 Jahren – dicht gefolgt von einer wahren Armada von s?damerikanischen Weinen. Bemerkenswert, aber alles andere als ein Zufall, wie sich bereits in den Vorproben gezeigt hatte. Nach dieser ?beraus gelungenen Veranstaltung waren sich alle einig: Im n?chsten Jahr gibt es auf jeden Fall eine Neuauflage der „Schwieberdinger L.E.-Rotweintrophy?“!
Nachfolgend die Weine der Finalrunde (in Klammern die Durchschnittsbewertungen der Juroren):

- 2006er Crianza „Finca La Emperatriz”, 13.5%
Bodegas La Emperatriz / Rioja – Espańa (87,71 Punkte)
- 2008er Syrah / Petite Sirah „Gran Devoción“, 14.5%
Vińa Maipo / Valle del Maule – Chile (87,60 Punkte)
- 2007er Malbec / Merlot „Magna”, 14.5%
Bodegas Callia / San Juan – Argentina (87,57 Punkte)
- 2007er Shiraz „Magna”, 14.5%
Bodegas Callia / San Juan – Argentina (87,46 Punkte)
- 2010er Carmenčre Reserva „Estate”, 13.5%
Vińa Errazuriz / Valle Central – Chile (86,91 Punkte)
- 2009er Côtes-du-Rhône, 14.5%
Xavier Vins / France (86,30 Punkte)
- 2008er Oltrepo Pavese „La Casetta”, 14%
Az. Agr. Ca’di Frara / Lombardia – Italia (86,06 Punkte)
- 2007er „Terre de Bussičre”, 14%
Domaine de la Janasse / Rhône – France (86,00 Punkte)
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