„Schwieberdinger L.E.-Rotweintrophy?“, die sechste

9. Mai 2011

Ein Gastbeitrag von Matthias Schwerdtle

Es ist in der Zwischenzeit schon eine lieb gewordene Tradition: jedes Jahr um die Osterzeit findet das Finale zur „Schwieberdinger L.E.-Rotweintrophy?“ statt.

Und wie in jedem Jahr wurden s?mtliche Weine der Endrunde, die allesamt f?r unter 10 ?uro noch erh?ltlich sein m?ssen, vorher auf Herz und Nieren untersucht, mit dem Ergebnis, dass sich der Jury ein homogenes und hochklassiges Teilnehmerfeld pr?sentierte. Die h?chste Durchschnittsbenotung erreichte dieses Mal die 2006er Crianza von den Bodegas La Emperatriz – der erste Trophy-Sieg eines europ?ischen Weines seit 4 Jahren – dicht gefolgt von einer wahren Armada von s?damerikanischen Weinen. Bemerkenswert, aber alles andere als ein Zufall, wie sich bereits in den Vorproben gezeigt hatte. Nach dieser ?beraus gelungenen Veranstaltung waren sich alle einig: Im n?chsten Jahr gibt es auf jeden Fall eine Neuauflage der „Schwieberdinger L.E.-Rotweintrophy?“!

Nachfolgend die Weine der Finalrunde (in Klammern die Durchschnittsbewertungen der Juroren):

L.E. Weinprobe

  1. 2006er Crianza „Finca La Emperatriz”, 13.5%
    Bodegas La Emperatriz / Rioja – Espa
    ńa (87,71 Punkte)
  2. 2008er Syrah / Petite Sirah „Gran Devoción“, 14.5%
    Vińa Maipo / Valle del Maule – Chile (87,60 Punkte)
  3. 2007er Malbec / Merlot „Magna”, 14.5%
    Bodegas Callia / San Juan – Argentina (87,57 Punkte)
  4. 2007er Shiraz „Magna”, 14.5%
    Bodegas Callia / San Juan – Argentina (87,46 Punkte)
  5. 2010er Carmenčre Reserva „Estate”, 13.5%
    Vińa Errazuriz / Valle Central – Chile (86,91 Punkte)
  6. 2009er Côtes-du-Rhône, 14.5%
    Xavier Vins / France (86,30 Punkte)
  7. 2008er Oltrepo Pavese „La Casetta”, 14%
    Az. Agr. Ca’di Frara / Lombardia – Italia (86,06 Punkte)
  8. 2007er „Terre de Bussičre”, 14%
    Domaine de la Janasse / Rhône – France (86,00 Punkte)

Burgunder: wei?, grau, gut

25. April 2011

Gussek Henschke HalbturnDrei blind verkostete trockene Wei?weine aus der Burgunderfamilie sorgten sowohl f?r Aha- als auch Wow-Effekte. Zwar war beim Chardonnay die Zuordnung unproblematisch, die Grau- und Wei?burgunder ?berraschten aber durch eine Stilistik, die man so nicht erwartet hatte:

  • Winzerhof Gussek, Br?derchen, Wei?burgunder Naumburger Steinmeister Auslese tr., Saale-Unstrut, 2007
    deutliches Barrique, Butter, Karamell, etwas Rosenduft, Rumfr?chte, Datteln, 91 Punkte
  • Schloss Halbturn, Chardonnay „L“, Burgenland, ?sterreich 2005
    Eiskonfekt, schlank, feine W?rze, rund, 92 Punkte
  • Henschke, Innes Vineyard, Pinot Gris, Australien, 2006
    Zitrus, viel Frische, Feuerstein, Haselnuss, filigran, mineralisch, 92+ Punkte

Nicht nur gegen den Durst: Biere im Vergleich

22. April 2011

Bei diesen Temperaturen gibt es nat?rlich noch andere Dinge als Wein. Bier zum Beispiel, k?hl getrunken, im Freien zwischen Holzkohlegrill und bl?henden Apfelb?umen, ist ein Hochgenuss. Die Vielfalt an Bieren l?dt geradezu zum Vergleichen ein, deshalb hier ein paar Anmerkungen zu einem interessanten Abend:

Die auf der SlowFood-Messe entdeckten Biere der Brauerei F?rst Wallerstein aus dem bayerischen Wallerstein sind allesamt ein Volltreffer. Das weiche, w?rzige und runde naturtr?be Kellerbier Zwickel, das feinherbe und besonders frisch schmeckende Pils Classic und das cremige, leicht malzig, s?ffig-schlanke dunkle Kellerbier Landsknecht. Danach schmeckte man vom Riegeler Landbier vor allem das schnapsige Williamsaroma und vom Rothaus Pils eher metallische Noten. Etwas besser das M?rzen von Rothaus und das dunkle tschechische Breznak, das aber gegen das dunkle Landsknecht-Bier mit einer eher vordergr?ndigen S??e abfiel. Und, nun ja, das Bitburger lief eher au?er Konkurrenz.