25. April 2011
Drei blind verkostete trockene Wei?weine aus der Burgunderfamilie sorgten sowohl f?r Aha- als auch Wow-Effekte. Zwar war beim Chardonnay die Zuordnung unproblematisch, die Grau- und Wei?burgunder ?berraschten aber durch eine Stilistik, die man so nicht erwartet hatte:
- Winzerhof Gussek, Br?derchen, Wei?burgunder Naumburger Steinmeister Auslese tr., Saale-Unstrut, 2007
deutliches Barrique, Butter, Karamell, etwas Rosenduft, Rumfr?chte, Datteln, 91 Punkte
- Schloss Halbturn, Chardonnay „L“, Burgenland, ?sterreich 2005
Eiskonfekt, schlank, feine W?rze, rund, 92 Punkte
- Henschke, Innes Vineyard, Pinot Gris, Australien, 2006
Zitrus, viel Frische, Feuerstein, Haselnuss, filigran, mineralisch, 92+ Punkte
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22. April 2011
Bei diesen Temperaturen gibt es nat?rlich noch andere Dinge als Wein. Bier zum Beispiel, k?hl getrunken, im Freien zwischen Holzkohlegrill und bl?henden Apfelb?umen, ist ein Hochgenuss. Die Vielfalt an Bieren l?dt geradezu zum Vergleichen ein, deshalb hier ein paar Anmerkungen zu einem interessanten Abend:
Die auf der SlowFood-Messe entdeckten Biere der Brauerei F?rst Wallerstein aus dem bayerischen Wallerstein sind allesamt ein Volltreffer. Das weiche, w?rzige und runde naturtr?be Kellerbier Zwickel, das feinherbe und besonders frisch schmeckende Pils Classic und das cremige, leicht malzig, s?ffig-schlanke dunkle Kellerbier Landsknecht. Danach schmeckte man vom Riegeler Landbier vor allem das schnapsige Williamsaroma und vom Rothaus Pils eher metallische Noten. Etwas besser das M?rzen von Rothaus und das dunkle tschechische Breznak, das aber gegen das dunkle Landsknecht-Bier mit einer eher vordergr?ndigen S??e abfiel. Und, nun ja, das Bitburger lief eher au?er Konkurrenz.
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10. April 2011
Was beim Wein schwer vorstellbar w?re, funktioniert bei Whisky wunderbar: Aromen von Nagellack, Desinfektions-mittel und Rinde k?nnen durchaus Spa? machen. Diese Noten waren beim gro?en Whiskytasting mit 6-g?ngigem Dinner am 9. April im ArsVivendi in Gerlingen aber eher am Rande zu finden. Das Aromarad, das diese neben vielen weiteren Geruchsempfindungen veranschaulicht, war dennoch eine gute Einordnungshilfe f?r die sechs verkosteten schottischen Single Malts, die Brand Ambassador Michael Sabah vom Highland Circle mitgebracht hatte. Viel Wissen ?ber Herstellung, Destillerien und Whiskycharaktere, sch?ne Bilder von Islay, Skye und den Highlands und unterhaltsame Anekdoten zuhauf gab es von ihm dazu, was einen ziemlich gelungenen Abend garantierte. Die Auswahl der Whiskys konnte sich sehen lassen:
- Glenkinchie, 12 Jahre (Lowland)
eher mild, Karamell, getrocknete Aprikose, Vanille
- Dalwhinnie, Distillers Edition, 15 Jahre (Highland)
fruchtig, rosinig, Feige, rund (hat 2. Lagerung im Sherryfass mitgemacht)
- Royal Lochnagar, 12 Jahre (Highland)
getrocknete Fr?chte, leicht torfig, eher mild
- Oban, 14 Jahre (Coastal West)
?lig, rauchig, etwas Karamell, Honig im Abgang, langer Nachhall
- Caol Ila, Distillers Edition 12 Jahre (Islay)
sehr intensiv, rauchig, medizinal, wie „ein Schluck vom Lagerfeuer“, Meeresbrise, Zitrus (perfekt zum gegrillten Calamari)
- Talisker, 18 Jahre (Isle of Skye)
sehr ?lig und intensiv, harmonisch, ein Hauch von L?sungsmittel, weicher Cognac, lang anhaltend (laut Whisky Magazin der weltbeste Single Malt Whisky in 2007) und perfekter Schlusspunkt der Probe
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