Au?ergew?hnliches aus der Wachau

15. Juli 2019

Mit dem Wachstum Bodenstein hat das biologisch wirtschaftende Wachauer Weingut Prager eine der herausragendsten Lagen ?sterreichs f?r Gr?nen Veltliner und Riesling in seinem Besitz. So hat Toni Bodenstein dort – auch zur Erhaltung des breiten Genpools – alte Rieslingreben in die Lage Achleiten gepflanzt, die teilweise ?ber hundert Jahre alt sind und aus den ?ltesten Rebanlagen ?sterreichs stammen. ?hnlich ist er dann sp?ter auch bei der Sorte Gr?ner Veltliner vorgegangen. Mit dem 2008er Riesling ist dem Weingut ein Highlight gelungen, das den k?rzlich an dieser Stelle schon bejubelten Riesling Achleiten Smaragd aus demselben Jahr noch einmal die Krone aufsetzen kann:

Weingut Prager, Wachau, Riesling Wachstum Bodenstein Smaragd 2008
wei?e Johannisbeere, Weinbergpfirsich, etwas Kr?uter und Rharbarberkompott, getrocknete Aprikose, leichte Honignote, viel Extrakt, F?lle, Klarheit und Pr?zision, belebende, feine S?ure, viel Eleganz, druckvoll und lang, 97 Punkte

Sp?t zur Spitze

21. Juni 2019

Damit Kunden m?glichst bald erfahren, was sie von einem Jahrgang erwarten k?nnen, werden schon sehr fr?h  Daumen gehoben und gesenkt und Aussagen ?ber das Entwicklungspotenzial von Weinen getroffen. Doch diese haben halt oft ihren eigenen Kopf und verlassen manchmal die prognostizierten Wege. So geschehen im Falle des Jahrgangs 2008 – nicht nur bei den k?rzlich getrunkenen Rieslingen von Wachauer Winzern. Deren vergleichsweise hohe S?ure f?hrte zu einer skeptischen Einsch?tzung, die mittlerweile eindeutig von der Wirklichkeit ?berholt wurde: Die Jahre der Reife taten den 2008ern so gut, dass sie heute an vielen hochgejubelten Rieslingen vermeintlich gr??erer Jahrg?nge vorbeiziehen.

Franz Prager, Wachau, Riesling Achleiten Smaragd 2008
gelbfruchtig, getrocknete Ananas, bl?tenduftig, wei?er Flieder, etwas Honig in der Nase, Birne, feine W?rze, leichtes Bitterl, schlank und pr?zise, 96 Punkte

F.X. Pichler, Wachau, Riesling Kellerberg Smaragd 2008
gelbe Fr?chte, mineralisch, zunehmend Apfelnoten, dezent, aber keineswegs aufdringlich dropsig, weich und rund, 94 Punkte

Emmerich Knoll, Wachau, Riesling Ried Pfaffenberg Selection 2008
intensive Mangofrucht, wei?e Johannisbeere, etwas Zimt, saftig, druckvoll und lang, 96 Punkte

 

Au?ergew?hnliche Sch?tzchen entkorkt

29. Mai 2019

Wieder einmal hat sich eindrucksvoll gezeigt, dass sich langes Warten wirklich lohnen kann. Gro?artige, vom Cabernet Sauvignon dominierte Weine, sch?n gereift und zum Gro?teil aus dem Bordelais, gab es k?rzlich zu verkosten:

Château Pichon Comtesse de Lalande, Pauillac 1995
viel gr?ne Paprika, etwas Heidelbeer – und Schokonoten, samtig, f?llig, weiche und runde Tannine, sch?ne Tiefe und Dichte, 95 Punkte

Château Palmer, Margaux 1994
Kakaobohne, etwas Menthol, Veilchen, Zedernholz, sehr elegant, gro?e L?nge, 97 Punkte

Dominus Estate, Dominus, Napa Valley 1991
Brombeere und Blaubeere, Kirschkonfit?re, Lorbeer, Zimt und Holunder, angenehm rauchig, 95 Punkte

Château Grand Puy Ducasse, Pauillac 2000
gr?ner Pfeffer und Paprika, etwas Wacholder, R?staromen, dabei zupackend, 93 Punkte

Château Talbot, St. Julien 2001
Pflaume, etwas Zedernholz, kr?utrig, sch?ne S?ure, jugendliche Tannine, 93 Punkte