Österreichische Trilogie

31. August 2025

Ein Ding der Unmöglichkeit? Eine Probe von drei großen Weißweinen aus Österreich, die aber keinen Grünen Veltliner umfasst, der doch geradezu beispielhaft für den Weinbau unseres Nachbarlandes steht? Keineswegs:

Frantz Hirtzberger, Wachau, Singerriedel Riesling Smaragd 2011
Aprikose, Extraktsüße, Honig, etwas kr?utrig, f?llig und dicht, aber ohne Schwere, 95 Punkte

Tement, S?dsteiermark, Zieregg Sauvignon Blanc Vinothek Reserve 2011
floral, gelbfruchtig, Stachelbeere, Flieder, kraftvoll, leichte Restsüße, sehr schöne Harmonie, 96 Punkte

Kollwentz, Burgenland, Chardonnay Gloria 2011
Weinbergpfirsich, Karamell, fester Körper, straff, besitzt große Länge, 96 Punkte

Von Süd nach Nord durchs Burgund

6. August 2025

Vom Maconnais bis Chablis verlief eine kleine Reise am Esstisch, vorbei an einigen der namhaftesten Weinorte, wo stets feiner, neuer Chardonnay aufgetankt wurde. Stopps, die zu kleinen Festakten wurden:

Château Fuissé, Pouilly-Fuissé Vieilles Vignes 2011
getrocknete Aprikose, reifer Apfel und geschnittene Quitte, strenge, grün-vegetabile Noten, aber auch weichere Noten von Honig und Karamell, 91 Punkte

Domaine Marc Morey & Fils, Chassagne-Montrachet En Virondot 1er Cru 2010
buttrig-birnige Noten, etwas Zitrus, schöne Frische, druckvoll, elegantes Holz, harmonisch, 95 Punkte

Jean-Philippe Fichet, Puligny-Montrachet Les Referts 1er Cru 2008
wei?er Pfirsich, etwas Kakaobohne, dezent rauchig-teerige Noten, hat Schmelz, opulent und elegant, 95 Punkte

Henri Boillot, Meursault Les Perrières 1er Cru 2009
unmittelbar pr?sent mit Cassis, ausgeprägter Mineralität, feinen Rauch- und Teernoten; etwas Grapefruit, große L?nge und viel Frische, 97 Punkte

Rapet Père & Fils, Corton-Charlemagne Grand Cru 2009
Kiwi und Apfel, sehr mineralisch, besitzt viel Extrakt und hervorragende Länge, 96 Punkte

William Fèvre, Chablis Les Preusses Grand Cru 2010
gelbes Steinobst, Brennnessel, Feuerstein, kalkig, eher grüne Säure, zwar recht spröde, dennoch charmant, 94 Punkte

Im Bordeaux-Olymp

31. Juli 2025

Angesichts der Weinauswahl verbietet es sich natürlich, darüber nicht zu schreiben. Sie spricht in einer Weise für sich, die auch keiner weiteren Einleitung bedarf:

Château Duhart-Milon Rothschild, Pauillac, 4?me Grand Cru Classé? 1996
Brombeere, Nelke, Rosmarin, dezent Leder, Frische und Länge, gute Balance, 95 Punkte

Château Latour, Pauillac, Les Forts de Latour 1995
dezent rotfruchtig, Leder, fleischig, druckvoll, würzig mit leichter Animalik, 96 Punkte

Château Latour, Pauillac, Premier Grand Cru Classé 1995
Blaubeermus, samtig, ungemein dicht, weiches Tannin, sehr geschliffen, große Länge, 98 Punkte

Château Lynch-Bages, Pauillac, 5ème Grand Cru Classé 1994
reifer Apfel und Pfirsich, Feige, viel Fülle und Substanz, eher spitze Anmutung, 94 Punkte

Château Palmer, Margaux, 3ème Grand Cru Classé 1993
etwas Marzipan, Leder, brennnesselkräutrig, dezent Paprika, Trüffelnote im Hintergrund, 95 Punkte

Château Margaux, Margaux, Premier Grand Cru Classé 1992
Graphit, Blaubeeren, Pflaumen, speckig-rauchig, etwas Anis, Teer, absolut klar strukturiert und präzise, 97 Punkte

Château Lafite-Rothschild, Pauillac, Premier Grand Cru Classé 1991
Zwetschgenkompott, grüne Paprika, etwas Senfsaaten, rund, große Fülle, 95 Punkte

Château Clerc Milon, Pauillac, 5ème Grand Cru Class? 1990
Himbeermarmelade, grüne Paprika, saftig, animalisch, recht dominante vegetabile Noten, 93 Punkte