Eine Wei?burgunder-Deutschlandreise, Teil 3

30. Oktober 2023

Im letzten Teil der 2012er Wei?burgunder-Reise ging es komplett kreuz und quer durch Deutschland. Nachdem das letzte Mal die Pfalz genauer unter die Lupe genommen wurde, war auf der letzten Etappe viel Bewegung angesagt, schlie?lich versprachen zahlreiche Regionen lohnende Entdeckungen – worauf nicht zuletzt die Namen der Weinmacher hinweisen, die zu den renommiertesten der Republik z?hlen:

Sch?fer-Fr?hlich, Nahe, Weisser Burgunder ‚R‘ Selection Tino Seiwert 2012
Birne, Himbeere, saftig, komplexe W?rze, f?llig und opulent, dabei zugleich fein-mineralisch mit gro?er L?nge, 94 Punkte

Markus Molitor, Mosel, Pinot Blanc Klosterberg *** 2012
Aprikose, Honigw?rze, nektarig, Reifenoten nach Kakao und etwas Sherry, sehr holzbetont, 90 Punkte

Wittmann, Rheinhessen,?Weisser Burgunder „S“ 2012
Apfel und wei?e Beerenfrucht, cremig-vanillig und gleichzeitig kreidig-mineralisch, lebhafte S?ure bei guter Harmonie, 93 Punkte

Rudolf F?rst, Franken, Wei?er Burgunder Centgrafenberg „R“ 2012
traubig, birnig, Brennnessel, dezent Honig, Flieder, sehr deutliche S?ure, 92 Punkte

Fritz Wa?mer, Baden, Weisser Burgunder Schlossberg 2012
Pfirsich, wei?e Johannisbeeren, w?rzig, etwas braune Butter, saftig, 93 Punkte

Hochgelobte Spezialit?t aus Godello: Sorte O Soro

23. Oktober 2023

Wirklich hochwertige Wei?weine aus Spanien gibt es ja eher selten. Aus dem spanischen Valdeorras stammt einer, der als einer der besten des Landes gilt. Rafael Palacios, ein Neffe von Alvaro Palacios, der das Priorat wie kein anderer pr?gte, hat den Sorte O Soro aus alten Godello-Reben gemacht, die auf ?ber 700 m H?he wachsen und biodynamisch bewirtschaftet werden. Ein eigenst?ndiger Charakterkopf, der heuzutage allerdings auch preislich herausragend ist und sich nicht unbedingt zur Wiedervorlage aufdr?ngt. Also:

Rafael Palacios, Valdeorras, Sorte O Soro, 2011
Akazienhonig, rosinig, Orangenzeste, Noten von Brioche und Brotkruste, lebhafte S?ure, weiches Mundgef?hl, 92 Punkte

Einfach eine Bank

12. Oktober 2023

Mal wieder ein Kandidat f?r den deutschen Wei?weinhimmel, ?ber den man nicht viele Worte verlieren muss. Bemerkenswert ist aber auch hier – und das besonders seit Bernhard Hubers Tod – die Preisentwicklung, die ziemlich steil verl?uft. Badischer Chardonnay im besten Alter, sollte passen. Also, ?ffnen:

Bernhard Huber, Baden, Chardonnay „R“ Schlossberg 2010
gelbes Steinobst, wei?er Flieder, etwas Honigw?rze, dezent birnig, Holz , das genau die passende St?tze liefert, wirkt insgesamt frisch und sehr gut balanciert, 95 Punkte