12 Hektar beste Grand Cru-Lagen besitzt der Familienweinbaubetrieb Camus P?re et Fils auf der Gemarkung Gevrey-Chambertin an der C?te de Nuits. Tradition wird bei der Familie, die seit 1832 Weine produziert, gro? geschrieben. Dazu geh?ren geh?ren neben der Handlese auch der Ausbau der Weine zwischen 14 und 18 Monaten im Eichenfass. Die Gelegenheit, einen Grand Cru Chambertin dieses Weinguts probieren zu k?nnen, ist nat?rlich ein besonderes Privileg und versprach einen vergn?glichen Abend. Der es dann auch ohne jeden Zweifel wurde. Auch wenn die Spannung schon da war, wie gut dieser Wein die immerhin 36 Jahre weggesteckt haben w?rde. Schlie?lich ist es auch bei hochwertigem Pinot Noir, der zwar ein Langl?ufer ist, keineswegs eine Selbstverst?ndlichkeit, seine Klasse ?ber Jahrzehnte zeigen zu k?nnen. Magnumflasche und beste Lagerung stimmten aber alle Beteiligten vorsichtig optimistisch:
Camus P?re et Fils, C?tes de Nuits, Chambertin Grand Cru 1988 Veilchen, blutig, am Anfang ein wenig oxidiert wirkend, dann mit zunehmend festerem K?rper, ein Hauch Tabak und Leder, Blaubeer- und Kr?uternoten, etwas Baiser im Hintergrund, gute L?nge. Zwar wenig druckvoll, daf?r aber wunderbar komplex und elegant. 93 Punkte
Viele der Topwinzer und aufstrebenden Weing?ter Rheinhessens haben sich 2017 mit der Absicht, konsequent den Herkunftscharakter ihrer Weine herauszustellen, zur Winzervereinigung Maxime Herkunft zusammengeschlossen. Nat?rlich wollen sich die teilnehmenden Weing?ter auch der ?ffentlichkeit im besten Licht pr?sentieren und veranstalteten dazu zum dritten Mal die Maxime Open: Rheinhessens gr??te Weinmesse, ein Weingut-Hopping mit regelm??ig verkehrenden Bussen durch Nierstein, Schwabsburg, Weinolsheim und Dexheim. Die 60 Maxime Weingutsbetriebe und angebotenen rund 300 Weine konnten vom weinblogger am vergangenen Sonntag zwar nicht komplett mitgenommen werden, dann aber doch so, dass es schon einigerma?en unverantwortlich w?re, dar?ber zu schweigen (ein ohnehin absurder Gedanke). Die Hoffnung auf viele neue Entdeckungen erf?llte sich jedenfalls ohne jeden Zweifel:
In den meisten F?llen finden Weinproben ja am Wochenende statt. Wenn aber gerade keine in Sicht ist und es, sagen wir, Dienstag ist, warum nicht mal spontan zur Flasche greifen? In diesem Fall zu zwei gewiss nicht allt?glichen Chardonnays, die aber locker jeden gew?hnlichen Abend adeln k?nnen. So geschehen:
Vincent Girardin, Bourgogne, Chassagne-Montrachet Clos du Cailleret Premier Cru 2011 strenge, kernige Anmutung, Toastbrot, apfelig, auch etwas gelbfruchtig, floral, Liebst?ckel, etwas Rosine im Hintergrund, ohne auch nur ansatzweise reif zu wirken, gute L?nge, 94 Punkte
Reinhold & Cornelia Schneider, Baden, Chardonnay R?serve 2012 Flieder, wei?er Pfirsich, Mandel, Karamell, etwas Bratapfel, Honig und Zitrus, hervorragende Harmonie und L?nge, 95 Punkte