11. Juli 2010

Bernsteinfarben, mit Karamell und Eiskonfekt – m?chtig wirkt dieser Wein und leider auch ein bisschen alt. Trotzdem ist er einer der Gewinner der Grauburgunder-Verkostung von Topweinen der G?ter Dr. Heger, Salwey und Klaus Keller.
Aus dem Jahr 2001 ist dieser Vertreter des Hauses Dr. Heger aus dem Kaiserstuhl, eine Auslese*** vom Achkarrer Schlossberg. Kein Wein, der begeistert, aber seinen ebenso 3fach-besternten und j?ngeren Kollegen aus dem selben Haus trotzdem ?berlegen: dem 2004er mit seiner seifig aufdringlichen Fruchtexotik, dem 2005er mit seiner schlankeren aber auch etwas bitteren Aromatik und auch dem 2007er mit seiner ebenfalls leicht bitteren, daf?r aber wieder etwas karamelligeren Note.
Ein anderes Kaliber war dann der 2007er Eichberg 3-Stern Grauburgunder Gro?es Gew?chs von Salwey, ebenfalls Kaiserstuhl: komplex, frisch und hervorragend ausbalanciert. Auch die beiden Vertreter des Hauses Klaus Keller aus Rheinhessen ?berzeugen: der 2007er mit Rasse und Schmelz und auch der 1999er mit ?berraschender Frische, Mineralik und Extrakt.
Es ist dann halt doch so wie bei den Menschen. Die Performance (neudeutsch formuliert) l?sst sich einfach nicht ?ber Alter und Geburtsjahr kalkulieren.
- Weingut Dr. Heger, Achkarrer Schlossberg, Grauburgunder Auslese*** 2001, 14% (89+ Punkte)
- Weingut Dr. Heger, Achkarrer Schlossberg, Grauburgunder Sp?tlese*** 2004, 14,5% (88 Punkte)
- Weingut Dr. Heger, Achkarrer Schlossberg, Grauburgunder Sp?tlese*** 2005, 13,5% (87+ Punkte)
- Weingut Dr. Heger, Achkarrer Schlossberg, Grauburgunder Gro?es Gew?chs*** 2007, 13,5% (88+ Punkte)
- Salwey, Eichberg, Grauburgunder Gro?es Gew?chs *** 2007, 14% (91 Punkte)
- Weingut Keller Grauer Burgunder -S- 2007, 14% (92 Punkte)
- Weingut Keller Grauer Burgunder -S- 1999, 14% (92+ Punkte)
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5. Juni 2010
Eine au?ergew?hnliche Trilogie war es, die den Beginn der Freiluft-Wei?weinsaison auf h?chst w?rdige Art und Weise markierte. Barriquegerifte Chardonnay-Weine aus drei verschiedenen L?ndern mit sehr komplexen Pers?nlichkeiten und viel ?berzeugungskraft, die ihresgleichen suchen:

- Fichet, Meursault Les Chevaličres 2007
mineralisch, w?rzig, seifig, Schafgarbe, eher herb, dezenter Holzeinsatz, 91 Punkte
- Huber, Baden, Chardonnay „R“ Hecklinger Schlossberg 2007
rassig, fruchtig, Banane, viel Extrakt und Eleganz, gewinnt stark mit Luft, 93 Punkte
- Kollwentz, Burgenland, Chardonnay Gloria 2007
Mineralik, Honigmelone, getrocknete Datteln, Eiskonfekt, feingliedrig, druckvoll, 92 Punkte
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2. Mai 2010
Ein Gastbeitrag von Matthias Schwerdtle
Einst als spontane Idee f?r eine einzige Veranstaltung geboren, erlebte die „Schwieberdinger L.E.-Rotweintrophy?“ am 16.04.2010 bereits ihre f?nfte Auflage und konnte somit zumindest ein kleines Jubil?um feiern. Neun Rotweine, die es bei zahlreichen Vorproben bis ins Finale geschafft hatten, wurden dabei im Rahmen einer finalen Dégustation von einer fachkundigen Jury verkostet und bewertet.
Ziemlich schnell stellte sich hierbei heraus, dass der Sieg nur ?ber die 2006er Crianza der Bodega y Vińedos Solabal und den 2007er Shiraz „Terra Barossa“ von Thorn Clarke Wines gehen w?rde, zwei ?berragenden Vertretern ihrer Preisklasse, die sich bis zum Schluss ein Kopf an Kopf Rennen lieferten. Eigentlich h?tten beide den ersten Platz verdient gehabt, da dies die Regularien aber nicht vorsehen geht der Titel in diesem Jahr nach einer Millimeterentscheidung an den „Terra Barossa“ vor dem Thorn Clarke. Die Bronzemedaille eroberte sich schlie?lich der 2007 „Trio“ Merlot-Carménčre-Cabernet Sauvignon von Vina Concha y Toro und best?tigte damit auch einen Trend: W?hrend bei der Premierenveranstaltung Weine aus ?bersee sowohl qualitativ als auch quantitativ nur eine Nebenrolle spielten und die Europ?er die ersten Pl?tze unter sich ausmachten, nahm ihr Anteil im Finale ?ber die Jahr kontinuierlich zu. Dies manifestiert sich besonders auch dadurch, dass s?mtliche Sieger der letzten drei Jahre Weine der s?dlichen Hemisph?re waren.
Alle Juroren waren sich ?ber das hervorragende Durchschnittsniveau der Weine der Endrunde einig, etwas entt?uschend allerdings der Gewinner der Kategorie „bestes Preis-/Leistungsverh?ltnis“ im aktuellen „Gambero Rosso“, der 2007er Aglianico Riserva „Contado“ von Di Majo Norante, welcher seine Qualit?ten aus der Vorrunde leider nicht best?tigen konnte.
Nachfolgend s?mtliche Weine der Finalrunde (in Klammern die Durchschnittsbewertungen der Juroren):

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2007er Shiraz “Terra Barossa”, 14.5%
Thorn Clarke Wines / South Australia (87,78 Punkte)
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2006er Crianza, 14.5%
Bodega y Vińedos Solabal / Rioja – Espańa (87,69 Punkte)
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2007er Merlot-Carménčre-Cabernet Sauvignon Reserva “Trio”, 14%
Vińa Concha y Toro / Rapel Valley – Chile (87,09 Punkte)
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2007er Dominio de Valdepusa “lesegut”, 14%
Marqučs de Grińon / Malpica de Tajo, Toledo – Espańa (86,93 Punkte)
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2007er Shiraz “Magna”,14.5%
Bodegas Callia / San Juan – Argentina (86,70 Punkte)
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2007er „Leonor“, 15%
Domaine de Cascavel / Côtes du Ventoux – France
(86,50 Punkte)
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2007er “Rufo”, 14.5%
Lemos & van Zeller – Quinta Vale Dona Maria / Douro – Portugal (86,30 Punkte)
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2007er Colección “Quatro”, 14.5%
Vińa MontGras / Colchagua Valley – Chile (85,86 Punkte)
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2007er Aglianico Riserva „Contado“, 13.5%
Di Majo Norante / Campomarino – Italia (85,00 Punkte)
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