S?dafrika, 1998 mal 5

10. Januar 2012

S?dafrika WeinEin erstaunlich breites Qualit?tsspektrum bot eine Probe hochwertiger s?dafrikanischer Rotweine, die allesamt eine sch?ne Trinkreife vermuten lie?en. F?nf reine Cabernet Sauvignons und Cuvées mit Cabernet-Anteil aus dem Jahr 1998 wurden verkostet und bei allen Teilnehmern war das Meinungsbild am Ende recht einhellig.

Buitenverwachting, Christine, 1998
Leder, Pflaume, gr?ne Paprika, etwas rauchig, spitze S?ure, wirkt zunehmend unharmonischer, ordentliche L?nge, 88 Punkte

Le Riche, Cabernet Sauvignon Reserve, 1998
Teer, Fruchtgummi, runder, Ankl?nge an Eukalyptus, leicht krautig und animalisch, 89 Punkte

Springfield Estate, Cabernet Sauvignon, Methode Ancienne, 1998
klare, saubere Nase, rote Fr?chte, feine Buttrigkeit, bl?tenpollig, weich, 91 Punkte

Boekenhoutskloof, Cabernet Sauvignon, 1998
Kakao, Konfekt, Himbeere, fest und dicht, 93 Punkte

Rustenberg, Peter Barlow, 1998
Tropenhaus, gr?ne Tannine, etwas krautig, am Gaumen angenehmer als im Bukett, 87 Punkte

Echte Werte ?berzeugen immer – Wein statt Jahresendrally

28. Dezember 2011

BordeauxWie sch?n, dass die Weihnachtstage mal wieder den Anlass f?r einige besondere Tropfen geben. Und dass es Leute gibt, die gern mal ein paar anderswo ?brig gebliebene Tropfen zum Behufe einer anst?ndigen W?rdigung mitbringen. W?rdig waren sie dann auch alle, wenn auch, aufgrund des Preises, nicht gerade alltagstauglich.

Zuccardi, Zeta, Malbec + Tempranillo, Argentinien – Mendoza, 1996
feine und seidige Tannine, sehr rund und harmonisch, dunkle Fr?chte, etwas Tr?ffel, eher verhalten, 90 Punkte

Château Duhart-Milon, Domaines Barons de Rothschild, Pauillac, 2002
nach rustikalem Beginn Kirsche, Brombeere, Cranberries, Kr?uter, Senfsamen und, nun ja,  Topinambur,  92 Punkte

Château Pichon Longueville, Comtesse de Lalande, Pauillac, 2003
derzeit recht verschlossen, Brombeere, Teer, schwarzer Pfeffer, samtige F?lle, 92 Punkte

Château Léoville Las Cases, Saint-Julien, 1999
Nadelwald, ausgepr?gte  Cassisaromen, Teer, Wiesenkr?uter, sp?ter Schokolade, herbes Schlehenaroma, etwas Minze und Jod, elegant, L?nge, 96 Punkte

Pigotts Weinwunder – f?nf Beispiele

9. Dezember 2011

Nat?rlich w?rde es nichts helfen, von einem Weinwunder erz?hlt zu bekommen, ohne den Gegenstand der Rede auch praktisch kennenzulernen. Da Stuart Pigott das nat?rlich ganz genau wei?, hat er zu der Vorstellung seines neuen Buches „Weinwunder Deutschland“ auf den Stuttgarter Buchwochen selbstredend etwas mitgebracht: drei Wei?weine und zwei Rote, die f?r ihn stellvertretend f?r den Aufschwung der deutschen Weinwelt stehen. Nicht Spitzenweine, die sowieso in aller Munde sind, sondern g?nstige Weine zwischen 5 und 10 ? von teilweise nur wenig bekannten Winzern kamen ins Glas. Allesamt trocken und charakterfest:

Weingut Rudolf Sin?, Nahe, Wei?burgunder 2010
wei?e Johannisbeerfrucht, klar, stahlig, 87 Punkte

Weingut Knewitz, Rheinhessen, Riesling Kalkstein 2010
mineralisch und mundf?llend, bl?tenpollig, schon reife Apfelaromen, 86 Punkte

Winzerhof Stahl, Taubertal, Scheurebe 2010
?berraschend schlank und trocken, gelbe Grapefruit, starke, „blitzige Frische“, L?nge, 88 Punkte

Weingut Zipf, W?rttemberg, Lemberger *** 2009
etwas gebrannte Mandeln, kr?ftige Tannine, 86 Punkte

Weingut Bernhard Huber, Baden, Sp?tburgunder QbA, 2009
dunkelfarbig, stark vom Holz gepr?gt, intensives Bouquet, leichterer K?rper, samtig, 87 Punkte