Wer nicht reift, der altert blo?
14. September 2011Gereifte Wei?weine von renommierten w?rttembergischen Winzern versprach eine Sonderverkostung im Rahmen der Pr?sentation des VdP W?rttemberg in Stuttgart. Beim genaueren Blick auf die angestellten Rieslinge wurde jedoch schnell klar: Was hier altert, erf?hrt meistens nur einen klaren Wertverlust und hat wenig Substanz zu bieten. Da entwickelt sich nichts, reift nichts, sondern da haucht (oder bl?ht) sich mancher nur langsam ins Nirvana der Bedeutungslosigkeit. Der beste Wein ist einer, der aufgrund seiner Jugend gar nicht so recht in diese Reihe passt:
Staatsweingut Weinsberg, Burg Wildeck, Riesling Gro?es Gew?chs, 2007
exotische Fruchtnoten, feine Mineralik, sch?ne Harmonie und perfektes Trinkalter, 90 Punkte
Auch der zweitbeste Riesling ist genauso jung:
Schnaitmann, Fellbacher L?mmler, Riesling Gro?es Gew?chs, 2007
wirkt jugendlich frisch, Frucht ist sehr verhalten, 88 Punkte
Die anderen, ?lteren Vertreter erspare ich mir im einzelnen zu beschreiben. Die Top-Rieslinge von Dautel, Heidle, F?rst zu Hohenlohe, Drautz-Able und Graf Bentzel-Sturmfeder haben nicht nur ihre Frucht nahezu komplett eingeb??t, sondern sind in Nase und Gaumen auch sonst kaum (positiv) pr?sent: 81 – 85 Punkte. Aber es gab ja dann noch ein paar andere Weine. Erw?hnenswert beispielsweise der fein strukturierte Grauburgunder Hades 1997 von J?rgen Ellwanger aus Winterbach mit 88 Punkten.
Wie viel sich in W?rttemberg beim Wei?wein in den letzten Jahren aber getan hat, wird am Stand vom Weingut Aldinger klar. Der Vorzeigewinzer aus Fellbach produziert mittlerweile Gro?e Gew?chse, die auch aus 2010 wieder viel Spa? machen (Fellbacher L?mmler, Riesling GG, 90 Punkte und Marienglas Untert?rkheimer Gips, Wei?burgunder GG, 89 Punkte)




