VdP-Pr?sentation: W?rttemberg + Mosel-Saar-Ruwer

12. September 2012

Eine geballte F?lle an hochwertigen Weinen galt es auf der Pr?sentation des VdP W?rttemberg zusammen mit dem VdP Mosel-Saar-Ruwer in der Alten Reithalle in Stuttgart zu verkosten. 29 Weinbaubetriebe waren anwesend, dazu die Sommelier Union Deutschland mit einem Angebot gereifter S??weine.

Die einzig nennenswerte Schnittmenge der angestellten Weine beider Gebiete bildet eigentlich nur der trockene Riesling (abgesehen von einem Dutzend S??weine), doch sollen hier keine Regionenvergleiche angestellt, sondern einfach die gelungensten Weine, soweit probiert, kurz gelistet werden.

wei?:

Van Volxem, Riesling Scharzhofberg „P“ Gro?es Gew?chs 2011 – 91 Punkte

Von Othegraven, Riesling Herrenberg  Gro?es Gew?chs 2011 – 91+ Punkte

Reinhold Haart, Riesling Goldtr?pfchen  Gro?es Gew?chs 2011 – 91+ Punkte

Karth?userhof, Riesling Karth?userhofberg Gro?es Gew?chs 2011- 92 Punkte

S.A. Pr?m, Riesling „Alte Reben“, Wehlener Sonnenuhr Gro?es Gew?chs 2011 – 91-92 Punkte

S.A. Pr?m, Riesling „Preardum“ Graacher Domprobst Gro?es Gew?chs 2011 – 93 Punkte

– – –

Milz-Laurentiushof, Riesling Trittenheimer Apotheke Auslese Goldkapsel  2011 – 92 Punkte

Weins-Pr?m, Riesling Graacher Domprobst Auslese Goldkapsel 2004 – 92 Punkte

Dautel, Riesling Beerenauslese 2007  – 92 Punkte

Reinhold Haart, Riesling Ohligsberg Auslese 2002 – 94 Punkte

Geltz-Ziliken, Riesling Rausch Auslese 2010 – 94+ Punkte

Karth?userhof, Riesling Eitelsbacher Karth?userhof Auslese 2003  – 95 Punkte

rot:

Aldinger, Merlot *** 2010 – 90 Punkte

Aldinger, Lemberger Fellbacher L?mmler Gro?es Gew?chs 2010 – 90+ Punkte

Karl Haidle, Lemberger Stettener M?nchberg Gro?es Gew?chs 2010 – 90 Punkte

Schnaitmann, Simonroth Lemberger L?mmler Gro?es Gew?chs 2010 – 90 Punkte

Schnaitmann, Simonroth R Sp?tburgunder L?mmler Gro?es Gew?chs 2010 – 91-92 Punkte

J?rgen Ellwanger, HADES Nikodemus 2009 – 91 Punkte

J?rgen Ellwanger Lemberger Hebsacker Lichtenberg Gro?es Gew?chs 2010 – 91+ Punkte

Riesling – Gro?e Gew?chse der letzten 15 Jahre

9. September 2012

Riesling Go?e Gew?chseReife Gro?e Gew?chse vom Riesling trinken zu k?nnen ist einfach ein Genuss, vor allem wenn sie noch so hervorragend dastehen wie die meisten der hier verkosteten Gew?chse:

Freie Weing?rtner Wachau, Spitzer Singerriedel Smaragd 1999
Petrolnote, reifer Apfel, wei?e Johannisbeere, deutlich mineralisch, etwas kr?utrig. Mit frischer S?ure, am Gaumen aber wenig kraftvoll, 89 Punkte

Dr. B?rklin-Wolf, Pfalz, Deidesheimer Kalkofen, Grand Cru 1999
bereits oxidativ, Firn, kraftvoll, buttrig, Karamell, Nougat, 90-91 Punkte

Josmeyer, Elsass, Hengst, Grand Cru 2000
getrocknete Aprikosen, Zitrusfr?chte, leichte Kaffeenote, hat Power und S?ure, 92 Punkte

Albert Boxler, Elsass, Sommerberg, Grand Cru 2000
voll auf dem H?hepunkt, viel Extrakt, Botrytis, Honig, Zimt, keinerlei Firn, sehr elegant, 94-95 Punkte

Freiherr Heyl zu Herrnsheim, Rheinhessen, Nierstein Pettental 1997
Frische und Schmelz, mineralisch, etwas Erdbeere, gewinnt deutlich mit Luft, gro?er Nachhall, 93 Punkte

Weingut K?nstler, Rheingau, Hochheimer H?lle Goldkapsel 2005
dichter Wein, kr?ftige S?ure, Grapefruit, leichte Bitternote, Karamell, 92 Punkte

s??-s?uerliche Abwege – Apfels?fte im Vergleich

27. August 2012

Premiumapfels?fte im VergleichSo richtig funktioniert das nicht mit dem ?bertragen des einge?bten Weinvokabulars auf  die bislang eher beil?ufig zur Kenntnis genommene Welt des Apfelsafts. Dennoch, dass sich Premiums?fte, die strikt aus einer einzigen Reb-, ?h, Apfelsorte und aus einzeln vom Baum gepfl?ckten Fr?chten gewonnen werden, vom ?blichen Supermarktgetr?nk  durch einen viel gr??eren Aromenreichtum unterscheiden, war eigentlich klar. Und trotzdem zu beweisen:

Von der Privatkelterei von Nahmen vom Niederrhein wurde zun?chst der gelungene Kaiser Wilhelm probiert, der rund und aromatisch ist und durch etwas Eisbonbon eine besondere Note aufweist. Sch?ner von Boskoop wirkt herber, Elstar dagegen eher metallisch und vermittelt deutlich weniger Trinkfreude, die Rubinette ist dagegen stoffig, sogar seidig, mit merklicher S??e und wirkt recht gef?llig.

Kohl – Obsthof Troidner aus S?dtirol war mit seinem Gravensteiner (aromatische Nase, spritzig und dabei gleichzeitig erdig) sowie  Jonagold (seidig, Honig, Mirabelle, Birne, elegant) vertreten.

Aus Nieder?sterreich stammen die allesamt ?berzeugenden Apfels?fte von Reinhard und Helga Wetter: der Jonagold (harmonisch, feine Frucht, merkliche S??e), Cox Orange Renette (frische S?ure, dicht, Banane, wei?e Johannisbeere) und James Grieve (sehr kernige S?ure, anhaltend feines Aroma).

Ebenso aus ?sterreich kam ein eher rustikaler Vertreter mit einer deutlicher Musnote, die in Richtung Pfirsich ging: Topaz von Meinklang – Weingut Michlits, Neusiedlersee.

Last but not least der einzige Apfelsaft, der nicht mittels Erw?rmung, sondern durch Kohlens?ure haltbar gemacht wurde: Cox Orange vom Duttenhofer’schen Apfelgut aus dem Nordschwarzwald. Die feine, zarte und elegante Frucht wird allerdings von der Kohlens?ure etwas in den Hintergrund zur?ckgedr?ngt.

Fazit: Wer glaubt, eine alkoholfreie Apfelsaftprobe sei weniger anstrengend als eine Weinprobe, wird sich wundern wie schnell er aufgrund der hohen S?ure seinen S?ttigungsgrad erreicht hat. Gelohnt hat sich diese Erfahrung auf jeden Fall und das nicht nur wegen der drei Sieger: Jonagold und Cox Orange Renette von Wetter sowie Kaiser Wilhelm aus dem Haus von Nahmen. Freunden wirklich kerniger S?ure sei aber der James Grieve nicht weniger ans Herz gelegt.