Die „Schwieberdinger L.E.-Rotweintrophy?“ tanzt Tango!

5. Mai 2013

Ein Gastbeitrag von Matthias Schwerdtle

Bereits zum 8. Mal wurden die besten Rotweine, die f?r weniger als 10 ?uro zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch k?uflich erh?ltlich sein m?ssen, im Rahmen der „Schwieberdinger L.E.-Rotweintrophy?“ gek?rt. W?hrend der Vorproben zeichnete sich schnell ab, dass sich das Teilnehmerfeld der Endrunde deutlich von dem des letzten Jahres unterscheiden w?rde, da einige Schwergewichte, die in den Vorjahren regelm??ig im Finale vertreten waren, die Juroren in den aktuell am Markt erh?ltlichen Versionen nicht bzw. nicht v?llig ?berzeugen konnten. Von den 8 Weinen, die im Rahmen der Schlussdégustation von einer kompetenten Jury auf Herz und Nieren gepr?ft wurden, waren 6 erstmals dabei, was beweist, dass es sich bei der „Schwieberdinger L.E.-Rotweintrophy?“ um eine h?chst lebendige Veranstaltung handelt! Obwohl die europ?ischen Vertreter entgegen des langj?hrigen Trends heuer quantitativ deutlich in der Mehrheit waren, landeten doch beide s?damerikanischen Gew?chse auf dem Treppchen, und die Krone aufsetzen durfte sich schlie?lich verdienterma?en ein argentinischer Wein, n?mlich der 2011er Malbec 1300” der Andeluna Cellars aus Mendoza.

Nachfolgend die Weine der Finalrunde (in Klammern die Durchschnittsbewertungen der Juroren):

1. 2011er Malbec 1300”, 14%
Andeluna Cellars / Mendoza – Argentina (87,75 Punkte)

2. 2007er Syrah – Cabernet Franc – Tempranillo – Merlot „Terral”, 13.5%
Bodegas Sumarroca / Penedčs – Espańa (87,58 Punkte)

3. 2007er Cabernet Sauvignon – Merlot – Cabernet Franc Aljibes”, 13.5%
Bodega Los Aljibes / Castilla – Espańa (87,50 Punkte)

3. 2011er Cabernet Sauvignon – Carmenčre – Malbec – Syrah Quatro”, 14%
MontGras / Colchagua Valley – Chile (87,50 Punkte)

5. 2011er Nero d´Avola – Syrah „Benuara”, 14.5%
Cusumano / Sicilia – Italia (86,92 Punkte)

6. 2009er Barbera d`Alba Superiore, 14.5%
Azienda Agricola Valdinera / Piemonte – Italia (86,00 Punkte)

7. 2007er Monastrell – Petit Verdot Crianza, 13.5%
Bodegas y Vińedos Casa de la Ermita / Jumilla – Espańa (85,83 Punkte)

8. 2009er Limnio – Cabernet Sauvignon „Agathon”, 13.5%
Evangelos Tsantalis / Agion Oros Athos – Hellas (85,67 Punkte)

Vom Bl?hen und Welken – Riesling 2005

29. April 2013

Wie unterschiedlich sich gro?e trockene Rieslinge entwickeln k?nnen, zeigte neulich ein Vergleich zweier Top-Gew?chse aus dem Jahrgang 2005.  W?hrend das Alter dem einen schon merklich zu schaffen machte, stand der andere noch voll im Saft.

Leitz, Rheingau, Riesling Alte Reben R?desheimer Berg Rottland 2005
fast bernsteinfarben, feine kr?utrige W?rze, Brennnessel, D?rrobst, Karamell, etwas Honig, ziemlich reif, hat schon etwas Jod, sch?ne Mundf?lle aber ohne gro?e L?nge, 88 Punkte

Bassermann-Jordan, Pfalz, Riesling Gro?es Gew?chs Deidesheimer Hohenmorgen 2005
sch?ner Frischeeindruck, gelbe Fr?chte, reife Ananas, feine Brennnesselw?rze, Extrakt und S?ure sind gut ausbalanciert, bei aller Schlankheit dicht gewirkt, gute L?nge, noch l?ngst nicht am Ende der Entwicklung, 92 Punkte

SlowFood-Biere – Vielfalt abseits des Mainstream

15. April 2013

Nat?rlich gab es auf der SlowFood-Messe in Stuttgart auch viele gute Weine zu probieren. Aber manchmal muss es eben Bier sein – nicht nur aus Gr?nden der Abwechslung, sondern weil es abseits der uniformen Fernsehbiere eine gro?e Menge an erstklassigen Qualit?ten gibt, die zu entdecken unbedingt lohnt. So war auf der Messe eine Reihe handwerklich, regional und qualit?tsbewusst produzierender Brauereien aus S?ddeutschland vertreten, darunter auch einige der neun Brauereien, die unter dem Namen „Die Brauer – mit Leib und Seele“ zehn Grunds?tze f?r besseres Bier aufgestellt haben.

Bemerkenswert waren darunter vor allem das k?rnige und frische Keller Pils sowie das angenehm gehopfte und reint?nige Biopils Hopfenkrone von der Tettnanger Kronenbrauerei. Von der Kronenbrauerei Schimpf aus Remmingsheim ?berzeugte das Hefeweizen mit seiner Fruchtigkeit und der angenehmen Mundf?lle und bei der ebenfalls zu den „Brauern“ geh?renden Hirsch-Brauerei aus Wurmlingen eine absolute Spezialit?t: Das Weizenbock RH 12 mit 8,5% Alkohol wirkte bei aller Kraft erstaunlich schlank und elegant. Sehr empfehlenswert auch das naturtr?be Kellerpils von der Dachsenfranz Biermanufaktur aus Zuzenhausen.

Wie gro? die Vielfalt regionaler Bierspezialit?ten im S?den Deutschlands ist, konnte man auch an zahlreichen weiteren St?nden erleben. Die besten der verkosteten Biere in Kurzform:

Br?uhaus Ummendorf: Kellerbier naturt?b
Alpirsbacher Klosterbr?u: Fr?hlingszwickel und das herausragende Ambrosius (Karamell, Lychee, Ananas, Zimt, Datteln…)
Brauerei Unertl: Oberland Export Wei?bier
Berg Brauerei: Br?umeister Pils
Neumarkter Lammsbr?u: Edel Hell
Biermanufaktur Engel: Keller dunkel, Keller-Pils
Palmbr?u: Pils – Das Original (Bio), Hefeweizen