Ein paar Lemberger Spitzen

31. Dezember 2014

Hervorragende Qualit?ten beim Lemberger sind l?ngst keine ?berraschung mehr, auch nicht, dass die h?herwertigen w?rttembergischen Vertreter dieser Sorte ausgezeichnet reifen k?nnen.  Umso mehr Grund also, sich diese Erkenntnis immer wieder aufs Neue zu erarbeiten. Interessant ist dabei ?brigens, dass der erst k?rzlich besprochene Lemberger aus dem Hause Kuntz sich auch bei einer renommierten VdP-Konkurrenz an die Spitze stellen kann:

Graf Neipperg, Schwaigerner Ruthe Lemberger 2005
ansprechende Mandel- und Pflaumenaromen, entwickelt aber mit der Zeit etwas animalische und krautige Noten, eher leichtgewichtig, 87 Punkte

Heid, Fellbacher Goldberg Lemberger *** 2005
Brombeerfrucht, Graphit, feste Tannine bei sch?ner Fleischigkeit, hat noch eine merkliche, aber nicht zu dominante S?ure im Abgang, 90 Punkte

Kuntz, Lemberger 2007
blaubeerig, medizinal, etwas Mandel, Zigarrenkiste, leicht rauchige W?rze, f?llig, gute L?nge am Gaumen, 92 Punkte

Aldinger, Fellbacher L?mmler Lemberger *** 2005
Cassis, S??kirsche, ein Hauch Wacholder und Tr?ffel, weiche Tannine, viel Volumen und L?nge, 92 Punkte

Kraftpakete der Extraklasse – Syrah aus dem S?den Frankreichs

14. Dezember 2014

Ein exklusives Vergn?gen versprachen drei Weine, die lange wie ein Schatz geh?tet wurden. So leicht dieser auch zu heben war, so m?chtig war doch der Eindruck, den er hinterlie?:

Clos des Truffiers, Coteaux du Languedoc 2003
kr?ftige W?rze, Veilchen in der Nase, Backpflaumen, Marzipan, Johannisbeerlaub, Teer, weiche, fast buttrige Geschmeidigkeit, unglaublich langes Finale, 97 Punkte

Domaine Auguste Clape, Cornas 2001
sch?ne F?lle, strengbeerig, erdig-maskulin, Kakaobohne, Ovomaltine, etwas gr?n-gem?sig, 89 Punkte

Domaine de Cascavel, Les Nayes, Côtes du Ventoux 2004
rotbeerig, Tabak, viel gez?gelte Kraft und zupackende, aber hervorragend eingebundene S?ure, langer Nachhall, 93 Punkte

Reife Premier Crus aus dem Burgund

4. Dezember 2014

Pinot Noir aus dem Burgund ist immer f?r eine willkommene Abwechslung gut, vor allem wenn gut gereift und aus dem Premiumsegment stammend:

Jean Raphet et Fils, Gevrey-Chambertin 1er Cru „Les Combottes“  1995
sch?ne Kompottnote, rotbeerig, Kakaosahne, leicht erdig, feine S?ure, filigran, ein Hauch Jod verr?t die Reife, 92 Punkte

Jean-Michel Guillon, Morey Saint Denis 1er Cru „La Riotte“  1999
intensiv beerenfruchtig, v.a. Himbeere, Karamell, sahnig und zugleich w?rzig, hat Biss, sch?ne F?lle und Dichte, 94 Punkte

Jean-François Gandrey, Nuit-St-Georges 1er Cru „Les Damodes“,  2001
ordentliches Bouquet, f?llt aber ab; pinotfruchtig, krautig-w?rzige Noten, eher rustikal am Gaumen, harte Tannine, recht unrund, 87 Punkte