10 Jahre Schwieberdinger L.E.-Rotweintrophy® Der Versuch einer Bilanz

28. Mai 2015

Ein Gastbeitrag von Matthias Schwerdtle

10 Jahre Schwieberdinger L.E.-Rotweintrophy®, das hei?t unz?hlige probierte Weine in der Preiskategorie bis 10 ?uro, darunter viel Mittelma?, Geheimtipps, die keine waren, sogenannte Expertenempfehlungen, die sich als Rohrkrepierer erwiesen, aber auch die eine oder andere positive ?berraschung. War die K?rrnerarbeit der Vorproben aber erst einmal verrichtet und die Spreu vom Weizen getrennt, buhlten, je nach Jahr, 8 bis 10 Weine in den jeweiligen Finals um die Gunst einer illustren Jury, die den jeweiligen Sieger k?ren durfte. Insgesamt 91 Weine hatten sich f?r die zehn Endrunden qualifiziert, und davon stellten folgende L?nder folgende Anzahl an Teilnehmern:

1. Spanien: 23
2. Italien: 21
3. Chile: 14

4. Argentinien und Frankreich: je 12
6. Australien, Deutschland und S?dafrika: je 2
9. Griechenland, Portugal und U.S.A.: je 1

30 Weine erreichten im Lauf der Jahre einen Schnitt von hervorragenden 87 Punkten oder mehr, sie kamen aus:

1. Spanien: 11
2. Argentinien und Chile: je 5
4. Italien: 4
5. Australien und Frankreich: je 2
7. Deutschland: 1

Die Siegerweine verteilten sich folgenderma?en:

1. Spanien: 5
2. Argentinien: 2
3. Australien, Chile und Italien: je 1

Auff?llig ist, dass Spanien in jeder Kategorie f?hrend ist. Dies mag sicher auch den pers?nlichen Vorlieben der Tester geschuldet sein, relativiert sich aber durch die Tatsache, dass sich die Zusammensetzung der Jury in den Finalrunden von Jahr zu Jahr ?nderte. Dass spanische Rotweine diesen Wettbewerb dominieren, ist also alles andere als ein Zufall. An zweiter Stelle im Nationenranking folgen (auf Augenh?he) Argentinien, Chile sowie Italien. Etwas ?berraschend kommt Frankreich erst an f?nfter Position ins Ziel, eine Platzierung, die dem Selbstverst?ndnis der Grande Nation sicher nicht entspricht. Dass aber auch in anderen L?ndern hervorragende Weine in der relevanten Preiskategorie gemacht werden, beweist nicht zuletzt der Sieg eines australischen Weines bei der f?nften Auflage der Trophy!

Dolce Vita beim Jubil?um

11. Mai 2015

Ein Gastbeitrag von Matthias Schwerdtle

Wer h?tte das bei der ersten Schwieberdinger L.E.-Rotweintrophy®” gedacht, dass die aus einer Laune heraus entstandene Veranstaltung, in der die besten noch k?uflich zu erwerbenden Rotweine unter 10 ?uro gek?rt werden, in diesem Jahr bereits ihre zehnte Auflage feiern durfte? Wie es sich f?r ein Jubil?um geh?rt, pr?sentierten sich die Weine, die sich bei intensiven Vorproben f?r das Finale qualifiziert hatten, in Bestform. Dabei konnte nach einem ?u?erst spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins Italien jubeln, denn zum ersten Mal durfte es den Sieger stellen, namentlich den Primitivo di Manduria „Sangaetano“ von der Cantine Due Palme. Erfreulich aus deutscher Sicht: der dritte Platz von Fritz Wa?mer mit einer ungew?hnlichen, aber sehr gelungenen Rebsortenkombination aus Pinot Noir und Syrah.

Die im Finale vertretenen Weine waren (in Klammern die Durchschnittsbewertungen der Juroren):

  1. 2013er Primitivo di Manduria „Sangaetano“, 14%
    Cantine Due Palme (87,67 Punkte)

  2. 2011er Crianza, 14.5%
    Bodega y Vińedos Solabal (87,61 Punkte)

  3. 2012er Pinot & Syrah, 13.5%
    Weingut Fritz Wa?mer (87,06 Punkte)

  4. 2012er Carmenere „Estate Series“, 13.5%
    Vińa Errázuriz (86,94 Punkte)

  5. 2010er Carmenere Reserve „nudo“, 14%
    Vińa La Ronciere (86,17 Punkte)

  6. 2013er Rosso di Montepulciano, 13.5%
    Azienda Agricola Poliziano (85,94 Punkte)

  7. 2012er Nero d`Avola, 14.5%
    Morgante (85,78 Punkte)

  8. 2013er Cabernet Sauvignon „Casillero del Diablo Reserva Privada“,14%
    Vińa Concha y Toro (85,67 Punkte)

  9. 2009er Blaye Côtes de Bordeaux, 14%
    Château La Raz Caman (85,50 Punkte)

  10. 2010er Crianza „Finca La Emperatriz“, 14%
    Bodegas La Emperatriz (84,61 Punkte)

Eine echte Rarit?t

3. Mai 2015

Gialdi, trentasei Ticino Merlot 2003Weine aus der Schweiz sind im Ausland oft nur schwer zu finden. Im Besonderen gilt das f?r einen Wein, der auch unter Weinkennern in Deutschland nahezu unbekannt ist, obwohl er durch seine Qualit?t (und vor allem seinen Preis) ein deutliches Ausrufezeichen setzt. Grund genug, diesen au?ergew?hnlichen Wein aus dem Tessin einmal n?her unter die Lupe zu nehmen:

Gialdi, trentasei Ticino Merlot 2003
36 Monate in franz?sischen Barriques gereift; sehr dunkel und undurchdringlich, klare und komplexe Aromatik: Schokolade mit hohem Kakaoanteil, Pflaumenmus, Brombeere, viel Nelke, deutliche Lakritznote und etwas frisches Brot. Bei aller Wucht im Bukett am Gaumen doch schlank und elegant, w?rzig, allerdings auch mit deutlichen Reifenoten. 92 Punkte