13. Oktober 2016
Alles im Leben hat bekanntlich seine Zeit. Und f?r manches sollte eigentlich immer Zeit sein. F?rs Rotweintrinken zum Beispiel an 365 Tagen im Jahr. F?r die Wei?weine sollte es nat?rlich auch so viel Zeit sein. Schon allein aus parit?tischen Gr?nden. Manchmal dr?ngt sich allerdings auch ein anderes Getr?nk dazwischen. Oder gar so etwas L?stiges wie das t?gliche Leben. Sei’s drum.
Andere habe ja auch viel Zeit f?r Wein. Doch f?r manche Alte-Welt-Trinker ist manches darunter ganz gewaltig aus der Zeit gefallen.
Australischer Shiraz zum Beispiel. Mit den sattsam bekannten und unzeitgem?? s?ttigenden, marmeladigen Alkoholbomben wollen immer weniger von ihnen etwas zu tun haben. H?chste Zeit f?r ein Statement: Es ist Zeit f?r Shiraz!
Henschke, Barossa, Tappa Pass Shiraz Vineyard Selection 2005
Brombeere, etwas Holunder, ein Hauch Liebst?ckel und Schokolade, rauchig und erdig, gute Balance, sehr dicht und druckvoll, 95 Punkte
Mitolo, Mc Laren Vale, G.A.M. Shiraz 2005
sch?ne R?staromen, dunkle Beerenfr?chte, etwas Schlehe, weich, extrakts?? und dabei elegant, 91 Punkte
Thorn Clarke, Barossa Valley, William Randell Shiraz 2005
opulent, pflaumig, buttrig, dabei mit Lakritz- und Graphitnoten, gute Struktur und L?nge, 93 Punkte
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24. September 2016
Nun ist der Sommer zwar eigentlich vorbei, aber so wie er tageweise dann doch immer wieder zur?ckkommt, ist auch das Thema Wei?wein keineswegs abgeschlossen. Gegen drei namhafte deutsche Wei?burgunder w?rde nat?rlich auch im tiefsten Winter nichts sprechen. Genausowenig wie vor einigen Tagen bei einer kleinen und feinen Verkostung mit Weinen aus drei verschiedenen Anbaugebieten – auch wenn der Beginn etwas holprig war:
Dr. Heger, Baden, Ihringer Winklerberg Wei?burgunder *** GG 2009
frisches Heu, Brennnessel, getrocknete Ananas, strenge Gerbs?ure, lackig, eher spr?de, 88 Punkte
Wittmann, Rheinhessen, Wei?er Burgunder „S“ 2010
sch?ne gelbfruchtige Noten nach Aprikose und Ananas, feine Kr?utrigkeit, f?llig, gut eingebundenes Holz, ausbalanciert, mit L?nge, 94 Punkte
D?nnhoff, Nahe, Wei?burgunder „S“ 2009
wei?fruchtig, Karamellton, deutliche Barriquenote, cremig, sch?ner Nachhall, 93 Punkte
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12. September 2016
Zwei Rieslinge im besten Alter, beide Gro?e Gew?chse, beide aus 2010, sollten an dieser Stelle beschrieben werden, doch nur ein Wein ist letztlich ?brig geblieben. Der andere n?mlich (Pawis, Saale-Unstrut, Riesling Freyburger Edelacker) ist schon so weit ?ber seinen Zenit, wenngleich noch trinkbar, dass sich eine Gegen?berstellung einfach verbietet. Daf?r entsch?digte der Riesling aus Rheinhessen umso mehr:
Wagner-Stempel, Rheinhessen, Siefersheimer H?llberg, Riesling GG 2010
klar und pr?gnant, wei?er Pfirsich, Ananas, karamellig-apfelige Noten, ausgepr?gte Mineralit?t, saftig, rassig, gute Balance, 93 Punkte
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