S?dliche Rhône: Klassiker aus 2001

3. März 2019

Aus dem sehr guten Jahrgang 2001 standen sechs Weine der s?dlichen Rhône zur Verkostung. Die stark von der Grenache dominierten Weine, von denen nicht alle ?berzeugten, stammen aus so bekannten Weinorten wie Vacqueyras, Rasteau und nat?rlich Châteauneuf-du-Pape:

Domaine de Fondrčche, Côtes du Ventoux „Les Déments“ 2001
leider schon etwas oxidiert, Noten von Haseln?ssen, etwas gem?sig, zun?chst aber durchaus noch fleischig am Gaumen, 83 Punkte

Domaine Gourt de Mautens, Rasteau 2001
animalisch, dunkelbeerig, Wacholder, etwas Lakritz, frisch und komplex, leichtf??ig, gute Dichte, runde Tannine, 94 Punkte

Tardieu-Laurent, Vacqueyras „Vieilles Vignes“ 2001
S??kirsche, Wacholder, w?rzig, rund, Kaffee sowie etwas Vanille und Zimt, 92 Punkte

E. Guigal, Châteauneuf-du-Pape 2001
Graphit, D?rrobst, etwas Leder, metallisch, dumpf und eher schwachbr?stig, spitzes Tannin, 84 Punkte

Les Cailloux, Châteauneuf-du-Pape 2001
kr?uterw?rzig, Milchs?urenote, Brombeermarmelade, Lakritz, Menthol, lebhafte, animierende S?ure, 88 Punkte

Domaine de la Charbonničre, Châteauneuf-du-Pape „Cuvée Vieilles Vignes“ 2001
Menthol, Wacholder, etwas Holunder und Graphit, elegant, ausgewogen, gute L?nge, 93 Punkte

In optimaler Verfassung

23. Februar 2019

In hervorragender Trinkreife pr?sentierten sich nach einem knappen Vierteljahrhundert zwei Bordeaux-Klassiker und ein nur unwesentlich j?ngerer Australier, die alle durch ihren hohen Merlotanteil gepr?gt sind und mit viel Charakterst?rke ?berzeugten:

Château La Dominique, Saint-Emilion Grand Cru Classé 1994
dunkelbeerig, etwas Leder, S??kirsche, blutig und kr?utrig, sch?n samtig, dicht und f?llig, dabei gleichzeitig auch zupackend, hervorragende Balance, 95 Punkte

Canon La Gaffeličre, Saint-Emilion Grand Cru Classé 1994
kr?utrig, dunkelbeerig, etwas floral, Noten von Kakao und Menthol, gutes S?ureger?st, 93 Punkte

Irvine, Barossa & Eden Valley, Eden Crest Merlot-Cabernet 1998 
Eine sehr eigenst?ndig-intensive Aromatik, erinnert an Brennessel, Doldenbl?ten, Kakaobohnen, gut balanciert, 91 Punkte

Die rote Mencía und ihre Bande

31. Januar 2019

Zwar nicht ?berm??ig  wild, aber doch ziemlich charakterstark, ist die autochthone rote Rebsorte Mencia in Spanien lange im Schatten von Tempranillo und Co gestanden. Zu Unrecht zwar, aber nicht auf Dauer – ist sie mittlerweile auch im Ausland l?ngst zu ersten Ehren gekommen. Wenn auch bislang noch in einer ?berschaubaren Nische. Einige der ambitioniertesten Vertreter ihrer Art versammelten sich k?rzlich zu einem kleinen, aber exklusiven Stelldichein: 

Pittacum, Bierzo, Pittacum Aurea Mencía 2006
Schokolade, Tabak, D?rrpflaume und Liebst?ckel, leichter – mittlerer K?rper, 89 Punkte

Dominio de Tares, Bierzo, Bembibre Mencía 2006
feines Raucharoma, w?rzig, Graphit, etwas Nelke, zupackend und druckvoll, 93 Punkte

Descendientes de J. Palacios, Bierzo, Villa de Corullon 2006
dunkelbeerig, Feige, Johannisbeerlaub, S??holz und eine leichte Ingwernote, 91 Punkte

Gancedo, Bierzo, Xestal Mencía 2006
Kirsche, vordergr?ndige S??e, etwas Kaffee, wirkt brandig, 87 Punkte

Finca Losada, Bierzo, Altos de Losada 2006
Tabak, blutig, dunkelbeerig, v.a. Holunder, leichte Bitternote, gute Balance, 92 Punkte