Sauvignon Blanc aus der Steiermark

26. Juli 2020

In der Steiermark herrschen einfach hervorragende Bedingungen f?r Wei?weine wie Morillon (Chardonnay) und Sauvignon Blanc und in einem so gelungenen Jahrgang wie 2011 gilt das nat?rlich umso mehr. Kein Wunder also, dass sich die jetzt verkosteten sechs Flaschen in einem Top-Zustand pr?sentierten und an einem lauen Sommerabend durchweg Spa? machten:

Polz, Hochgrassnitzberg Sauvignon Blanc Reserve 2011
w?rzig, buttrig, gelbfruchtig, etwas Melone, dezente Honignote, viel Mineralit?t und Extrakt, 93 Punkte

Gross, Nussberg Sauvignon Blanc 2011
grasig-vegetabil, Bl?tent?ne, etwas Mirabelle, feine mineralische W?rze, leichte Bitternote, 91 Punkte

Tement, Grassnitzberg Sauvignon Blanc Reserve 2011
wei?fruchtig, Holunderbl?te, Cassis, etwas getrocknete Ananas, schlank, noch jugendlich wirkend, 94 Punkte

Sattlerhof, Kranachberg Sauvignon Blanc 2011
expressive Aromen: Mango, Pfirsich, Grapefruit, Schwarztee, dabei etwas unrund, 91 Punkte

Maitz, Hochstermetzberg Sauvignon Blanc 2011
etwas Marille und Orange, Karamell, sch?ne Cremigkeit bei gleichzeitiger Feinheit und Pr?zision, 96 Punkte

Ewald Zweytick, Don’t Cry Sauvignon Blanc 2011
rosinig, getrocknete Aprikose, Orange, sogar etwas Blaubeere, erinnert ein wenig an Whisky- und Sherryaromatik, ?ppig und f?llig, 92 Punkte

Wein aus Georgien – eine lohnende Erfahrung

28. Juni 2020

Hierzulande noch weitgehend unbekannt sind Weine aus Georgien, obwohl dieses Land eine sehr alte Weinbautradition hat. Schon vor 6000 Jahren hat man dort Wein in Tonamphoren, den sogenannten Qvevri, ausgebaut. Auch heute macht man das zum Teil noch so und die Ergebnisse sind absolut spannend, wie der weinblogger bei einer kleinen Verkostung der Weine des Weinguts Chelti aus der Region Kachetien feststellen durfte. Die beiden Rotweine sind aus der Rebsorte Saperavi, die kraftvolle, farbintensive Weine hervorbringt und der Wei?e aus Mtsvane und Rkatsiteli, der h?ufigsten und ?ltesten Wei?weinsorte des Landes. Georgischer Wein – ein Thema, das eine n?here Besch?ftigung lohnt (N?heres unter https://wein-organisation.de)

Chelti, White, 2018
hellfarben, dezent florale Noten, Honigmelone, Birne, ein Hauch Karamell und Zimt, s?uremild, trotzdem mit sch?ner Frische und Harmonie, 86 Punkte

Chelti, Saperavi, 2018
beeindruckende Farbtiefe, Pflaumenmus, Holunder, Sauerkirschnoten, Granatapfel, sch?ne Saftigkeit und W?rze, gute Balance, 89 Punkte
 
Chelti, Saperavi of Qvevri, 2017
tiefdunkel, dunkle Beerenfr?chte, v.a. Brombeere, Heidelbeere, Holunder, auch etwas Pflaumenkompott, Kirscharomen, dazu feine Lakritznoten, etwas Zimt und braune Butter, Leder, druckvoll und lang, 91 Punkte
 

Gelungene Integration: Cabernet und mehr aus der Toskana

16. Juni 2020

In der Toskana kann nicht nur der heimische Sangiovese viel Spa? bereiten, sondern auch Weine, die vom Cabernet Sauvignon dominiert sind. Ist im Fall von Polizianos Le Stanze Merlot der Partner, ist beim Loto neben dem Cabernet Sauvignon au?erdem Petit Verdot dabei. Beim Sada findet sich der Cabernet Franc anstelle des Merlot. Eine Rebsortenzusammensetzung, die klassischerweise f?r das Bordelais pr?gend ist, aber auch in Mittelitalien hervorragend funktionieren kann. Das gilt besonders f?r den ersten Wein, der in dieser kleinen Runde verkostet wurde:

Poliziano, Toskana, Le Stanze 2007
etwas Paprika, Waldbeeren, Kaffee, dazu frisch gemahlener gr?ner Pfeffer, samtig, mit einem straffen Ger?st, Kraft und L?nge, 93+ Punkte

Fattoria Carpoli, Toskana, Sada, 2006
Tabak, Leder, Pflaumenmus, balsamisch, etwas gezehrt wirkend, deutliche Reife, dominantes Tannin, 90 Punkte

Villa Santo Stefano, Toskana, Loto, 2008
Blaubeeren, gr?ner Paprika, Leder, aber zun?chst auch etwas nasse Pappe; kraftvoll, daf?r Abstriche bei Komplexit?t und Finesse, 90 Punkte