14. März 2009

Vom 14. bis 15. Februar stand Fellbach wieder ganz im Zeichen des Weins. Der 13. Weintreff pr?sentierte in der Alten Kelter insgesamt 51 Winzer und Weing?rtnergenossenschaften aus dem Remstal, aber auch aus Stuttgart und Esslingen. Wie im Vorjahr auch (s. Weinblog 2/08) gab es an beiden Tagen Sonderverkostungen mit Nathalie Lumpp und Rudolf Knoll (Vinum) die sich bestimmten Rebsorten und Cuvées widmeten. Anbei nur eine kurze Bewertung der interessantesten Weine:
87 Punkte:
- Friedrich Zimmerle, Korb, Wei?wein-Cuvée „Triologie“ 2007
- Doreas, Remshalden-Grunbach, „Symphonie in Rot“ 2006; Zweigeltrebe „Symphonie“ 2006
- Markus Heid, Fellbach, Sauvignon Blanc trocken Auslese 2008; Lemberger ***2006; Cuvée M 2006 (rot)
- Medinger, Kernen-Stetten, Cuvée „M“ (rot)
- J?rgen Ellwanger, Winterbach, Nicodemus Hades 2006 (rot)
- Rainer Schnaitmann, Fellbach, Sauvignon Blanc 2008***
- Kuhnle, Weinstadt-Str?mpfelbach, Shiraz 2007
- Jochen Beurer, Kernen-Stetten, Riesling Kieselsandstein tr. 2007
- Gerhard Aldinger, Fellbach, Riesling Gro?es Gew?chs tr. 2007
- Collegium Wirtemberg Lemberger „Kult“ 2007
- Kusterer, Esslingen, Blauer Zweigelt 2006; Sp?tburgunder Auslese 2006
- Konzmann, Kernen-Stetten, Stettener Cuvée III 2006 (rot)
- Klopfer, Weinstadt-Gro?heppach, Modus K 2006 (rot)
88 Punkte:
- Markus Heid, Fellbach, Sp?tburgunder*** 2006
- J?rgen Ellwanger, Winterbach, Riesling Gro?es Gew?chs tr. 2007
- Karl Haidle, Kernen-Stetten, Rotwein-Cuvée „Ypsilon“ 2006
- Jochen Beurer, Kernen-Stetten, Riesling „Junges Schwaben“tr. 2007
- Gerhard Aldinger, Fellbach, Merlot*** 2007
89 Punkte:
- Medinger, Kernen-Stetten, Lemberger 2006
- Rainer Schnaitmann, Fellbach, Sp?tburgunder*** Junge Reben“; Cuvée MC „Simonroth“ 2007
- Hans-Peter W?hrwag, Stuttgart, Pinot Noir 2007
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29. Januar 2009
Eine Philosophie, eine Weinbauregion und ein Versprechen: Qualit?t durch authentische, unverwechselbare Weine. Das trifft zumindest auf die Weine der Premium Linie Junges Schwaben durchaus zu. Davon gibt es jedes Jahr genau f?nf St?ck, von jedem Weingut die Spezialit?t, die dort am besten gelingt. Zu probieren gab es diese mit vielen weiteren Weinen der beteiligten Weinerzeuger am Sonntag, den 25.1.2009 im Forum der LBBW in Stuttgart. Die f?nf Junges-Schwaben-Weine aus dem Jahr 2006 mit Verkostungsnotizen im einzelnen:
- Wachtstetter, Pfaffenhofen – Lemberger trocken: feine Nase, Kirsche, Beeren, w?rzig, Tr?ffel, R?staromen, komplex mit sch?ner S?urestruktur, 89 Punkte
- Kistenmacher & Hengerer – Blauer Sp?tburgunder trocken: feine Nase, mineralisch, seidige Tannine, etw. Kirsche, L?nge, 88
- Bernhard Ellwanger, Weinstadt-Gro?heppach – Sauvignon Blanc: recht verhalten, Ankl?nge an reife, exotische Fr?chte, komplex, wenig Frische, 86
- Zipf, L?wenstein – Cuvée Rotwein: Extrakt, reife Schwarzkirsche, Pflaume, Schlehe, Festigkeit durch S?ure 87+
- Beurer, Kernen-Stetten – Riesling trocken: sehr pr?sente Nase, mineralisch, Frucht nur dezent, Kr?uter, Wermut, Tannine, 89
Auf diese Weine trifft allesamt zu, was der bekannte Sommelier und Berater der Gruppe, Bernd Kreis, bei seiner ?ffentlichen Verkostung betont hat, n?mlich dass sie Zeit zur Entwicklung brauchen, die Komplexit?t und das Potential daf?r aber mitbringen.
Dar?ber hinaus gab es noch einige weitere bemerkenswerte Weine der Jungen Schwaben. Allen voran der Sauvignon Blanc 2008 von Beurer (89), sein Stettener H?der Riesling – Gipskeuper 2007 (87), von Wachtstetter die Lemberger Felix 2007 (87) und Ernst Combé 2006 (88), sowie die rote Cuvée Ernst Combé 2006 (87). Von Kistenmacher & Hengerer die Cuvée Maximilian (rot), 2006, ebenso mit 87 Punkten wie auch der Wei?e Riesling Sp?tlese „Alte Reben“ trocken 2007.
Weniger ?berzeugend und ohne die Klarheit der Premium-Weine von Junges Schwaben pr?sentierten sich dagegen die Rotweine von Ellwanger und Beurer. Dennoch bleibt ein eher positiver Gesamteindruck zur?ck.
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5. Januar 2009
Eigentlich ist das Weintrinken ganz einfach. Man sucht sich einen Wein, der gerade zu der Stimmung passt, in der man Lust auf eine sch?ne Flasche bekommen hat und ?ffnet diese.
Gl?cklich, wer im Keller so best?ckt ist, s?mtlichen, dem Konsum zugeneigten Zwischent?nen des Gem?ts das passende Getr?nk zuzuordnen. Gl?cklich vor allem, weil er sich ?berhaupt zu Kaufentscheidungen durchringen konnte, obwohl sie einem vermeintlich so leicht gemacht wurden, wie es der orientierungslose Trinker bis in die neunziger Jahre nie zu hoffen wagte. Schlie?lich bekam dieser ja nicht durch s?mtliche bekannte und bis dato unbekannte Weinversandh?ndler verbalkonzentrierten Mailing-Wind von den neuesten Geheimtipps und Trends. Nur jetzt zu einem besonders g?nstigen Preis zu erstehen. Denn unausweichlich spr?chen sich diese sensationellen Qualit?ten bald herum. Und dann noch aus diesem Jahrhundertjahrgang…
Seltsam, dass dieser in immer k?rzeren Abst?nden wieder auftaucht. Mit viel Kauforientierung wird man halt offensichtlich auch in atemberaubenden Tempo ?lter. Aber man ist bekanntlich nur so alt, wie man sich vereppelt f?llt. Oder ernst genommen f?hlt?
Bei so viel Irrungen und Wirrungen hilft am besten ein vern?nftiger Schluck eines Lieblingsweines, dessen ?berzeugungskraft noch immer ganz nonverbal ist.
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