23. Mai 2011
Echte Weinliebhaber schlie?en nicht vom Etikett auf die Weinqualit?t. Das ist auch gut so. Die 2003 Morillon Reserve von Sabathi w?re sonst kaum ernstzunehmen. Aber da ist ja noch der Preis, der aufhorchen l?sst. Und nat?rlich der Name des Weinguts, das sehr wohl f?r hochwertige Weine steht und weit ?ber die Steiermark hinaus zu Ruhm gekommen ist. Die mittlerweile ?brigens sehr ansprechenden Etiketten passen da auch ganz gut dazu. Im schwierigen Hitzejahr 2003 allerdings ist der Morillon, der anderswo Chardonnay hie?e, aber nicht rundum gelungen: Stark vom Barrique dominiert, mit Vanille und etwas Bananenaromatik ist er eher flach und langweilig (88 P.)
Anders dagegen das Gro?e Gew?chs Wei?burgunder, Mandelberg, 2006 von Dr. Wehrheim aus der Pfalz: getrocknete Aprikose, Holunder, Zitrus, Brennnessel, feinnervig, w?rzig, viel Extrakt, etwas dropsig – 92 Punkte f?r den Inhalt der Flasche.
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9. Mai 2011
Ein Gastbeitrag von Matthias Schwerdtle
Es ist in der Zwischenzeit schon eine lieb gewordene Tradition: jedes Jahr um die Osterzeit findet das Finale zur „Schwieberdinger L.E.-Rotweintrophy?“ statt.
Und wie in jedem Jahr wurden s?mtliche Weine der Endrunde, die allesamt f?r unter 10 ?uro noch erh?ltlich sein m?ssen, vorher auf Herz und Nieren untersucht, mit dem Ergebnis, dass sich der Jury ein homogenes und hochklassiges Teilnehmerfeld pr?sentierte. Die h?chste Durchschnittsbenotung erreichte dieses Mal die 2006er Crianza von den Bodegas La Emperatriz – der erste Trophy-Sieg eines europ?ischen Weines seit 4 Jahren – dicht gefolgt von einer wahren Armada von s?damerikanischen Weinen. Bemerkenswert, aber alles andere als ein Zufall, wie sich bereits in den Vorproben gezeigt hatte. Nach dieser ?beraus gelungenen Veranstaltung waren sich alle einig: Im n?chsten Jahr gibt es auf jeden Fall eine Neuauflage der „Schwieberdinger L.E.-Rotweintrophy?“!
Nachfolgend die Weine der Finalrunde (in Klammern die Durchschnittsbewertungen der Juroren):

- 2006er Crianza „Finca La Emperatriz”, 13.5%
Bodegas La Emperatriz / Rioja – Espańa (87,71 Punkte)
- 2008er Syrah / Petite Sirah „Gran Devoción“, 14.5%
Vińa Maipo / Valle del Maule – Chile (87,60 Punkte)
- 2007er Malbec / Merlot „Magna”, 14.5%
Bodegas Callia / San Juan – Argentina (87,57 Punkte)
- 2007er Shiraz „Magna”, 14.5%
Bodegas Callia / San Juan – Argentina (87,46 Punkte)
- 2010er Carmenčre Reserva „Estate”, 13.5%
Vińa Errazuriz / Valle Central – Chile (86,91 Punkte)
- 2009er Côtes-du-Rhône, 14.5%
Xavier Vins / France (86,30 Punkte)
- 2008er Oltrepo Pavese „La Casetta”, 14%
Az. Agr. Ca’di Frara / Lombardia – Italia (86,06 Punkte)
- 2007er „Terre de Bussičre”, 14%
Domaine de la Janasse / Rhône – France (86,00 Punkte)
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25. April 2011
Drei blind verkostete trockene Wei?weine aus der Burgunderfamilie sorgten sowohl f?r Aha- als auch Wow-Effekte. Zwar war beim Chardonnay die Zuordnung unproblematisch, die Grau- und Wei?burgunder ?berraschten aber durch eine Stilistik, die man so nicht erwartet hatte:
- Winzerhof Gussek, Br?derchen, Wei?burgunder Naumburger Steinmeister Auslese tr., Saale-Unstrut, 2007
deutliches Barrique, Butter, Karamell, etwas Rosenduft, Rumfr?chte, Datteln, 91 Punkte
- Schloss Halbturn, Chardonnay „L“, Burgenland, ?sterreich 2005
Eiskonfekt, schlank, feine W?rze, rund, 92 Punkte
- Henschke, Innes Vineyard, Pinot Gris, Australien, 2006
Zitrus, viel Frische, Feuerstein, Haselnuss, filigran, mineralisch, 92+ Punkte
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