14. August 2013
Die baden-w?rttembergische Landeshauptstadt kennt man zwar als Stadt des Weines - mit 423 ha Anbaufl?che geh?rt sie zu den gr??ten Weinbaugemeinden in Deutschland – doch als Stadt des Weizenbieres ist Stuttgart vermutlich nicht einmal den Eingeborenen gel?ufig. Kein Wunder, schlie?lich haben es hier gerade einmal zwei Weizenbiermarken zu einiger Bekanntheit gebracht. Doch bei einem Vergleich aller in Stuttgart gebrauten und in der Halbliterflasche erh?ltlichen Weizenbiere gab es auch jenseits von Malteser und Sanwald einiges zu entdecken.
Einen wirklich guten Eindruck hinterlie?en Malteser dunkel von Stuttgarter Hofbr?u und das Wei?bier von Cast. Ersteres mit seiner ?berzeugenden Ausgewogenheit, zweiteres mit ?berraschenden, aber sch?nen Aprikosen- und Karamellnoten. Im Gegensatz zum Sanwald hell war das dunkle Sanwald von Dinkelacker-Schwabenbr?u mit seiner feinen malzigen Note recht angenehm zu trinken. Auch das in Stuttgart gebraute Hefeweizen der ehemals in Metzingen ans?ssigen Brauerei Br?uchle, die heutzutage zu Dinkelacker-Schwabenbr?u geh?rt, ist zu empfehlen, wohingegen sich beim Klosterweizen von Siegel bei aller Geschmacksf?lle die Geister schieden. Ein nicht weniger polarisierendes Bier ist das Weizen der Hausbrauerei Wichtel mit seiner starken W?rze und Rauchigkeit – nichts was dem Gaumen schmeichelt, aber mit viel Charakter. D?nner dagegen Das Weizen von Schwabenbr?u mit einer leichten, pilzigen W?rznote; s?ffig, aber auch eher d?nn das helle Malteser von Hofbr?u und eindeutig auf dem letzten Platz das schon erw?hnte helle Sanwald mit einer schalen, stumpfen S?uerlichkeit. Gut, dass man auch in Stuttgart problemlos an bayerische Wei?biere kommt.
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29. Juli 2013
Zugegeben: ?ber zwei hoch angesehene und herausragende Wei?weine schreiben zu d?rfen, ist kein unl?sbares Problem. Eher schon ein Luxusproblem im eigentlichen Wortsinne und dazu eines, das sich leider viel zu selten stellt.
Der Marsanne eines Pioniers des biodynamischen Weinbaus im Tal der n?rdlichen Rhone und der Chardonnay eines gro?en K?nners aus dem Burgund sind so eigenst?ndige wie fordernde Monumente franz?sischer Winzerkunst:
M. Chapoutier, Ermitage de L’Orée, 2005
stammt von 50 – 70 Jahre alten Marsanne-Rebst?cken; wirkt bei aller intensiven W?rzigkeit, Extrakts??e und feiner Honigaromatik keineswegs schwer. Starke Mineralik, Jasmin, Aprikosen, N?sse, reife ?pfel, etwas Brennnessel, 93 Punkte.
Domaine des Comtes Lafon, Meursault Charmes, 1er Cru, 2005
hochintensive und konzentrierte mineralische Noten, viel Grapefruit, fein entwickelte Holznote, gelbe Fr?chte, dezente Ankl?nge an Kakaobohnen, schlank und elegant mit einem feinen Schmelz. Enorme L?nge, hat noch viel Potenzial. 94 Punkte.
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11. Juli 2013
Mit stolzen 915 Gramm Leergewicht war der Grauburgunder SJ vom Weingut Johner aus dem Kaiserstuhl eindeutig das gr??te Schwergewicht dieser Probe. Beim Inhalt hatten allerdings zwei weitere gewichtige Weine beiderseits des Rheins ein W?rtchen mitzureden. Ausdauer war hier gefragt, schlie?lich geht nicht nur so manchem Grauburgunder nach mehr als 10 Jahren schon mal die Puste aus.
Karl H. Johner, Baden, Grauer Burgunder „SJ“ 2000
etwas D?rrobst, Aprikose, gelbfruchtig, etwas Eiskonfekt, f?llig, kr?utrig, dezent an Harz und Kakaonoten erinnernd, hat noch eine feine, frische S?ure. 92 Punkte
Dr. Heger, Baden, Achkarrer Schlossberg Grauburgunder Auslese*** 2001
sowohl Orange als auch Grapefruit, etwas Ananas, cremig und elegant, besitzt ein langes Finish. 93 Punkte
Domaine Zind-Humbrecht, Elsass, Herrenweg de Turckheim Pinot Gris 2002
Beim Thema Alkohol mit unglaublichen 16,5 % der Sieger. Wirkt deutlich gereift, Pflaumenmus, getrocknete Ananas, D?rrobst, Aprikose, Nadelwald und Honig, Harznote. Weniger frisch und finessereich als die Weine von Heger und Johner. 90 Punkte
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