Auf Barolo ist Verlass

30. Dezember 2016

Ein letztes Highlight vor Silvester versprach eine exklusive Verkostung von Barolos aus dem letzten bzw. vorletzten Jahrzehnt. Eine Probe auf einem durchg?ngig exzellenten Niveau:

E. Pira e Figli, Barolo Cannubi 2003
morbide Eleganz, blutig unterlegt, Karamell, kr?utrig, reif, straighter Abgang, 95 Punkte

Elio Altare, Barolo Vigneto Arborina 2003
Mandel- und Kirschnoten, etwas Sanddorn und Zedernholz, geschmeidig, leichte Animalik, merklicher Alkohol, feine nachhaltige S?ure, 93 Punkte

Elio Grasso, Barolo Gavarini Chiniera 2003
maskulin, Lakritz, etwas Wacholder, kr?utrig, gr?ner Pfeffer, frisch, fordernd bis in den Abgang, 94 Punkte

Parusso, Barolo Bussia Riserva 1999
am Anfang viel Frucht, v.a. Heidelbeere und Kirsche, buttrig unterlegt, dann treten feine Pfeffer-, Eukalyptus-  und Kr?uternoten in den Vordergrund, geschliffene Tannine, hervorragende L?nge, 96 Punkte

 

Rioja 1994 – ein Qualit?tsversprechen auf dem Pr?fstand

18. Dezember 2016

Was andere Weinbauregionen schon vorgemacht hatten, begann Anfang der 90er Jahre auch in der Rioja – eine Entwicklung hin zu mehr Weinqualit?t. Die altehrw?rdigen Rioja-Weine sollten ihr altes Ansehen wieder erlangen und daf?r wurde viel gearbeitet. Neue Cuvées wurden geschaffen und neues Holz ersetzte viel zu lange gebrauchte Eichenf?sser. Die Qualit?tsoffensive und die idealen Bedingungen in 1994 versprachen einen gro?en Jahrgang f?r Weine, die teilweise als „Erstlingswerk“ produziert wurden. Wie sich diese 22 Jahre sp?ter darstellen, zeigte eine kleine, exklusive Verkostung von Tempranillo dominierten Top-Weinen:

Marques de Cáceres / Unión Viti-Vinicola, Reserva „Gaudium“ 1994
Schoko, Feige, Pflaumenkompott, ein Hauch Liebst?ckel, schon recht reif, aber noch nicht gezehrt, 91 Punkte

Bodegas Muga, Reserva „Torre Muga“ 1994
Blaubeere, S??kirsche, blutig, etwas animalisch, tannennadelig, etwas Lakritz, gro?e L?nge 95 Punkte

Bodegas Roda, Reserva „Roda I“ 1994
Graphit, Ankl?nge an Pflaume, Holunder, Lakritz, k?hle Eleganz, mineralisch wirkend, dicht und lang, 95 Punkte

Artadi / Cosecheros Alaveses, Reserva „Grandes Anades“ 1994
Nelke, etwas Wacholder und Pflaume, m?chtig, ein rauer, kraftvoller Geselle mit weiterem Potenzial, 94 Punkte

Bodegas Reserva Fernando Remírez de Ganuza, „Remírez de Ganuza“ 1994
buttrig, kr?ftiges Holz, sehr feine Pflaume, mit kr?ftiger S?ure, 92 Punkte

Den Abschluss vers??te ein deutscher Riesling aus dem selben Jahrgang:

Querbach, Rheingau, Riesling Sp?tlese ?stricher Dosberg 1994
wei?fruchtig, Weinbergpfirsich, etwas Ananas, vornehm-elegant, druckvoll und lang, 94 Punkte

Grenache jenseits von Châteauneuf-du-Pape

19. November 2016

Die Rebsorte Grenache ist f?r viele untrennbar mit der ber?hmten Appellation Châteauneuf-du-Pape im s?dlichen Rhônetal verbunden, ist sie dort doch die mit Abstand wichtigste Rebsorte und pr?gt somit den Charakter einiger der gr??ten Weine Frankreichs. Aber auch au?erhalb dieses Anbaugebiets bringt die Grenachetraube erstaunliche Rotweine hervor, wie eine kleine und feine Verkostung k?rzlich zeigte:

Domaine La Soumade, Côtes du Rhone Villages, Rasteau Fleur de Confiance 2001
S??kirsche, Brombeere, Marzipan und Karamell, rund, zeigt Reife, leicht brandig, 90 Punkte

Domaine de Fondrèche, Côtes du Ventoux, Il était une fois… 2005
w?rzig und kr?utrig, etwas Marzipanschokolade, frisch und druckvoll, gute L?nge, 93 Punkte

Alain Chabanon, Coteaux du Languedoc, Les Boissieres 2001
Holunder, Brombeere, Veilchen, frische Brotkruste, etwas reife Banane, lang, 92 Punkte