Bordeaux geht immer

21. Dezember 2020

Bordeaux zu trinken ist nie eine schlechte Idee. Dieses Mal drei vom Merlot dominierte Weine in guter Form. Teilweise sogar in bestechender:

Comtes de Neipperg Château D’Aiguilhe, Côtes de Castillon Bordeaux 2005
dunkle Beerenfrucht, v.a. Heidelbeere und Schlehe, sehr straff und gleichzeitig stoffig, dicht und stahlig, 94 Punkte

Château Moulin Haut-Laroque, Fronsac 2010
warme Aromatik, Kirsche, getrocknete Pflaume, Leder und Schokolade, samtig-weich, w?rzig, strukturierte, elegante F?lle, 96 Punkte

Château Gros Caillou, St. Emilion 2002
rote Johannisbeerfrucht, etwas Graphit, sch?ne Rauchigkeit, blutig und speckig, 92 Punkte

Chardonnay international

29. November 2020

Die Rebsorte Chardonnay f?hlt sich in vielen Teilen der Welt wohl. Als der klassische Wei?wein des Burgunds hat sie nat?rlich Weingeschichte geschrieben und ist zum Vorbild f?r viele Erzeuger rund um den Globus geworden. Tats?chlich gibt es auch am anderen Ende der Welt hervorragende Vertreter, aber man muss gar nicht so weit schauen, um exzellente Weine zu finden. Das zeigte eine Mini-Verkostung dreier Chardonnays – hier die Berichte unserer Korrespondenten aus dem In- und Ausland:

Greywacke, Neuseeland – Marlborough, Chardonnay 2012
Limone, Birne, extrem klare Nase, etwas Gr?nspargel, dezente Rauchnote mit einem Hauch Karamell, Mineralik und Pr?zision, 94 Punkte

Metzger, Pfalz, Chardonnay St. Stephan Grand Réserve 2012
gelbes Steinobst, birnig, mineralisch, Karamell, etwas Ovomaltine, schlank und straff, aber mit sch?ner Mundf?lle und Nachhall, 93+

Château Fuissé, Pouilly-Fuissé Vieilles Vignes 2012
Bl?ten- und Kr?uternoten, w?rzig und kraftvoll, dabei auch zupackend und mit guter L?nge, 94 Punkte

Starker S?den: Syrah und mehr aus Frankreich

21. November 2020

Ein kleiner Teil der Rotwein-Elite aus dem Languedoc und dem Roussillon, der bereits eine recht ansehnliche Wartezeit hinter sich hatte, schrie f?rmlich danach gemolken zu werden.  Weinqu?lerei ist nun wirklich ein Kapitalverbrechen, das nicht zu tolerieren ist, so zeigte der weinblogger also Einsicht – ein Erbarmen, das sich zumindest ?berwiegend als absoluter Gl?cksgriff erwies:

Côteaux du Languedoc, Peyre Rose, Syrah Léone 2006
Zwetschge, Lakritz, feine R?staromen und tats?chlich ein Hauch Rosenbl?te, kernig-frisch bei gleichzeitiger Samtigkeit, Pfeffer, dezent kr?utrig, unglaubliche Dichte, 96 Punkte

Côteaux du Languedoc, Château de la Négly, La Porte du Ciel 2003
balsamisch, Rumtopf, Portweincharakter, blockmalzig-r?big, Wacholder, Menthol, buttrig, saftig, sehr weich, aber auch eher eindimensional, 89 Punkte

Côtes du Roussillon Villages, Domaine Gauby, Muntada 2006
sehr charaktervoll, rotbeerig, v.a. rote Johannisbeere und Himbeere, Orangenschale, etwas blutig im Abgang, feine, animierende S?ure, Pr?zision und gro?e L?nge, 95 Punkte