Riesling 2011 – 10 Jahre danach

27. Juli 2021

Vor 10 Jahren entstand in Deutschland ein Wein-Jahrgang, der, ebenso wie sein Nachfolger, viel Anerkennung in der Weinwelt bekam. Drei Flaschen rheinhessischen 2011er Rieslings aus dem GG-Segment fanden k?rzlich ein j?hes Ende, was hier nicht verschwiegen werden soll:

Battenfeld-Spanier, Rheinhessen, Frauenberg Riesling GG 2011
reife Birne und Ananas, kr?utrig und etwas vegetabil, ein wenig Cassis und Flieder, cremig, 92 Punkte

Wagner-Stempel, Rheinhessen, Siefersheimer H?llberg Riesling GG 2011
gelbfruchtig, etwas getrocknete Ananas, wei?er Pfirsich, leichte Honignote, viel Extrakt und W?rze, cremige Mundf?lle, dabei durch frische S?ure animierend, 96 Punkte

Wittmann, Rheinhessen, Kirchspiel Riesling GG 2011
Karamellnote, gelbfruchtig und fleischig, w?rzig, rauchig und f?llig, reifer Honigton, 92 Punkte

Vom Olymp der wei?en Weinwelt

9. Juli 2021

Aus den ber?hmtesten Wei?weinlagen der Welt stammen die hier probierten Chardonnays klassischer, franz?sischer Eleganz – allesamt in bestem Alter und aus erstklassigem Hause.

Domaine Denis Race, Chablis 1er Cru Montmains Vieilles Vignes 2011
buttrig und kalkig zugleich, etwas Schafgarbenbl?te, dezente Hintergrundfrucht, Brennnessel, pointiert, 93 Punkte

Jean Noel Gagnard, Chassagne-Montrachet 1er Cru Blanchot Dessus 2008
rauchige W?rze, Kokos, Teer, Graphit, gelbfruchtig, v.a. Mandarine, kr?ftige, aber elegante Mineralit?t, straffes S?ureger?st, etwas gr?ne Holznote, sch?ne Tiefe+L?nge, 93 Punkte

Lamy Pillot, Chassagne-Montrachet 1er Cru Morgeot 2004
ger?stetes Brot, etwas Karamell und Zitrus, Himbeere und Johannisbeerlaub, schlank, sch?ne Mineralit?t, ?beraus elegant, 95 Punkte

Jean-Philippe Fichet, Meursault 1er Cru Les Genevrières 2009
Steinobst – Mirabelle und Aprikose, ?berragende, cremige Mineralit?t, dabei sehr geschliffen und in der Nase pr?zise, etwas Zitrus und sahnig zugleich, mit sch?ner Dichte und Spannung, lang anhaltend, 97 Punkte

Jean Boillot & Fils, Puligny-Montrachet 1er Cru Clos de La Mouchère 2004
kr?ftig aprikosenfarben, passend dazu Marille in der Nase, Pfirsich, Karamell und etwas Ovomaltine, reif wirkend, eher stumpf, 91 Punkte

Grauburgunder gibt’s auch noch

20. Juni 2021

Etwas im Schatten des Rieslings, aber auch von den Verwandten Chardonnay und Wei?burgunder, die vom Weinblogger ?fter mal kommentiert werden, ist der Grauburgunder durchaus eine gelegentliche Wiedervorlage wert. Hier drei gehobene Vertreter aus bestem Hause:

Salwey, Baden, Henkenberg Grauburgunder GG 2009
kr?ftig lachsfarben, Aprikose, buttrig, etwas Birne, Karamell und Butter, dezente W?rze, schlank, 91 Punkte

Karl H. Johner, Baden, Grauer Burgunder „SJ“ 2007
Ananas, Birne, wei?fruchtig, deutlich buttrige Note, etwas Rests??e, 91 Punkte

Emrich Sch?nleber, Nahe, Grauburgunder „R“ 2011
etwas rauchig, Brotkruste, intensive Apfelnote, leichte Bitter-Teenote, etwas Honig, samtig-weich bei guter S?urestruktur, 90 Punkte