Das Rosé-Experiment

Was für eine Idee: Die Trauben nach der Lese direkt abzupressen, den Saft spontan im Barriquefass zu vergären, dann 15 Monate auf der Vollhefe liegen zu lassen – und das ganze ausgerechnet mit einem Trollinger. Was sich der Winzer davon wohl erhofft hat? Möglicherweise genau das, was dann herausgekommen ist. In jedem Fall scheiden sich am Ergebnis die Geister, das Urteil schwankt meist zwischen totaler Begeisterung und kompletter Ablehnung. Der wohl teuerste Rosé Deutschlands stammt aus dem Osten Stuttgarts:

Weingut Aldinger, Württemberg, Untertürkheimer Gips Trollinger Rosé 1G 2020
sehr mineralisch, Feuerstein, Brennnessel und frisch geschnittenes Gras, Grapefruit, Aprikose, Steinobst, dennoch karg, rauchig und gleichzeitig geschliffen, präzise und langanhaltend, 94 Punkte

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